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Best-of Grafikdesign und Typografie: Die Gewinner des TDC 2018 – Teil 4

Wie man Shakespeare und Hip Hop zusammenbringt, Malewitsch und Schrift und perfekte Kurven zeichnet, zeigen die Gewinner des Type Directors Club 2018. Wir präsentieren sie exklusiv.

Unter den mehr als 300 Auszeichnungen des diesjährigen Type Directors Club New York, sind einige zündende Experimente.

Dazu gehört das Projekt der Barceloner Gestalter Anna Kabanina und Idil Gücüyener, die den altehrwürdigen Shakespeare mit  Hip Hop zusammenbringen.

Und was auf den ersten Blick so gegensätzlich erscheint, hat tatsächlich zahlreiche Gemeinsamkeiten. Dazu gehören der Rhythmus, das Spiel mit Worten und Themen wie Liebe, Eifersucht, Gewalt und Verrat.

In der Publikation »To Live and to Die in Venice« kollidieren die beiden miteinander. Shakespeares Othello lassen die Gestalter in Bild und Typografie auf Hip Hop knallen und das im schönsten Look des Goldenen Zeitalters des Hip Hop, der 1990er.

Serifenschriften, Navigationselemente, Tabellen und Dialoge in Form von Battle Rap treffen aufeinander und je mehr die Geschichte sich aufheizt, desto prägnanter werden die Textblöcke, die Gestaltung offensiver.

Konzeptionell arbeitet auch die Informal Type Foundry aus Istanbul, die als zweite eigene Schrift, die Anafor herausbrachte, die sich auf den Konstruktivismus des russischen Künstlers Kasimir Malewitsch bezieht. Ganz auf die Winkel konzentriert, öffnet sich der Font zur Abstraktion.

Die Schrift Vixen wurde speziell für große Druckformate entwickelt, für Album-Cover, Titelzeilen und alles andere, was etwas Persönlichkeit gebrauchen kann wie die Gestalterin Simoul Alva aus Mumbai sagt. 

Sie hat nicht nicht nur wunderbar üppige Kurven, sondern fließt geschmeidig und drückt eine ganz eigene Stärke aus.

Inspiriert ist der Entwurf von stilisierten Mandarin Lettern und entstand während des Austauschsemesters, das die junge Gestalterin an der École Supérieure d’Art et de Design de Reims, Frankreich, verbrachte.

Musik ist auch in dem Plakat, das der portugiesische Gestalter Thiago Lacaz für den brasilianischen Saxophonisten Sambanzo entwarf.

Jede Menge Persönlichkeit hat auch das Erscheinungsbild, das Winnie Wu aus Singapur mit ihrem Studio Kaleido für Carrie Lam Photography entwickelte. Grafik, klar und ganz schlicht nur im weißen Prägedruck, der auf das Licht, das Kern der Fotografie ist, ist die Gestaltung.

Bei der Kongress der Alliance Graphique Internationale, dem AGI Open, ging es letzten September in Paris um das Thema Grenzen – und darum, sie zu überwinden. Wie das geht, visualisiert das durchlässige, typografische Plakat von Bob Aufuldish, Designer aus Kalifornien.

Weitere TDC-Gewinner 2018 gibt es am Montag. Die vorherigen Teile hier: Teil 1, Teil 2, Teil 3

To live and die in Venice
Bild: Anna Kabanina & İdil Gücüyener
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To live and die in Venice
Bild: Anna Kabanina & İdil Gücüyener
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To live and die in Venice
Bild: Anna Kabanina & İdil Gücüyener
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To live and die in Venice
Bild: Anna Kabanina & İdil Gücüyener
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Anafor Typeface
Bild: Erman Yilmaz
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Anafor Typeface
Bild: Erman Yilmaz
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Anafor Typeface
Bild: Erman Yilmaz
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Anafor Typeface
Bild: Erman Yilmaz
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Vixen Display
Bild: Simoul Alva
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Vixen Display
Bild: Simoul Alva
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Vixen Display
Bild: Simoul Alva
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Sambanzo: coisas invisíveis
Bild: Thiago Lacaz
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Bild: Winnie Wu
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lanaiwei
Bild: Winnie Wu
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Borders
Bild: Bob Aufuldish
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