So fantasievoll kann man mit Schrift umgehen

Was für sie besonders an Berlin ist, zeigen 20 Studierende aus Ägypten, der Türkei, Hongkong und Rumänien auf multilingualen Plakaten. Heute Abend wird die Ausstellung eröffnet!



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Alles begann mit einem Vortrag des Berliner Grafikdesign Studios Eps51, Spezialisten in multilingualen Design, die den Studierenden der Berlin Campus der Cairo GUC und der BAU International Berlin University verschiedene Projekte präsentierten.

Inspiriert durch die Gestalter begannen 20 Kommunikations- und Grafikdesign-Studierende in einem Workshop mit Stefan Theiss (GUC) und Alexander Tibus (BAU) eigene Arbeiten zu entwickeln.

Was fühlt sich für uns fremd an in Berlin? Das war die Ausgangsfrage für die Studierenden aus Ägypten, der Türkei, Hongkong und Rumänien – und darauf gab es Antworten wie: »People take their dogs everywhere«.

Das interessante an der Arbeit: Während alle Studierenden das lateinische Schriftsystem beherrschen, brachten sie zusätzlich ihre Kenntnisse in arabischer und chinesischer Schrift ein. Vor diesem Hintergrund gestalteten sie typografische Plakate mit arabischen Schriftzeichen, die ausdrücken, wie dieser sich im Englischen oder Chinesischen anhört.

Gleichzeitig wurden die Zeichen auch ins Franco-Arabische überführt, eine Art »lateinisierter« arabischer Schrift, die beim Texten mit dem Smartphone weit verbreitet ist. Sie besteht aus lateinischen Buchstaben und Zahlen, die sich zu arabischen Zeichen zusammensetzen. So wird der arabische Buchstabe Ÿ zum Beispiel durch eine 3 dargestellt.

Zusätzlich beschäftigten sich die Studierenden mit Gerichten und Getränken, die ganz typisch für Berlin sind wie Spreewaldgurken, Sauerkraut oder Schorle. Daraus entstand eine weitere Serie von Plakaten, auf denen Texte, die diese Begriffe erklären, die deutsche Aussprache auf Arabisch oder Chinesisch imitieren. Liest ein Muttersprachler sie, ist deren Sound erstaunlich nah an der deutschen Aussprache.

Alle Ergebnisse sind ab heute in der Ausstellung INTERSCRIPTUAL in Berlin zu sehen. die Studierenden sind ebenso vor Ort wie die Dozenten und geben Auskunft über dieses besondere Projekt.

Eröffnung der Ausstellung ist am 19.05.2016 um 17:30 Uhr.

Die Adresse: BAU International Berlin; Co-working Space; Heinrich-Heine-Str. 27; 10179 Berlin

Bis 2.06.2015, Montag, Donnerstag und Freitag 14.–18.00 Uhr, Dienstag 12.–16.00 Uhr

 




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