7 Tipps für umweltfreundliches Drucken

Welches Papier, welche Grammatur, welche Druckfarben oder welches Format sollte man am besten verwenden?



Recyclingpapier, umweltfreundlich drucken

 

Auch in Zeiten digitaler Welten halten wir immer wieder gerne ein schönes Druckerzeugnis in Händen. Idealerweise sollte die Umwelt bei der Herstellung möglichst wenig leiden. Was Kreative, Kunden und Druckereien dafür tun können …

Das sind unsere 7 Tipps für umweltfreundliches Drucken:

1. Papier 
Wählen Sie wenn möglich Recyclingpapier. Bei solchem mit Blauem Engel ist sichergestellt, dass es sich wirklich um post-consumer waste handelt, also um Papierabfälle, die bereits im Umlauf waren. In den Fällen, in denen Sie doch Frisch­fasern benötigen, sollten diese zumindest das FSC-Zeichen tragen.

2. Grammatur
Muss es wirklich das 120-Gramm-Papier sein? Oder reichen auch 100 Gramm? Das spart je nach Auflage einiges an Material. Übrigens  hat Recyclingpapier in der Regel eine höhere Opazität, sodass Sie eventuell eines mit geringerer Grammatur verwenden können.

3. Druckfarben 
Kaum eine Druckerei arbeitet heute noch mit mineralöl­haltigen Farben. Nachfragen sollten Sie trotzdem. Bestehen die Farben aus pflanzlichen Ölen und Harzen und aus organischen Pigmenten? Dann lassen sie sich im Deinking-Prozess vollständig aus dem Papier lösen. Wer den Blauen Engel auf seinen Drucksachen sehen möchte, darf nur mineralöl- und kobaltfreie Farben nutzen.

4. Druckveredelungen
Veredelungen sind schön, aber gerade UV-Lacke und Folien sind nicht besonders umweltfreundlich. Unbedenklich sind dagegen Prägun­gen und Stanzungen, die zudem eine tolle Haptik bieten.

5. Auflage
Das richtige Kalkulieren der Auflage hilft, unnötigen Abfall zu vermei­den. Sinnvoll kann es auch sein, sich schnell ändernde Angaben wie Termine oder Preise nicht mit zu drucken.

6. Format
Reicht statt Standard-A4 nicht vielleicht auch ein kleineres Format? Lässt sich mit einer anderen Seitenaufteilung eine bessere Bogenauslastung der Druckmaschine erreichen? Auf diese Weise spart man Material und Arbeitszeit und damit auch Energie in der Produktion.

7. Partnerwahl
Suchen Sie sich eine Druckerei, die all diese Tipps beherzigt, zudem Strom aus erneuerbaren Energien bezieht, die Abwärme aus dem Produktionsprozess nutzt und nicht vermeid­bare Emissionen durch zertifizierte Klimaprojekte ausgleicht. Ein guter Indikator ist auch ein nach EMAS (www.emas.de) oder ISO 14001 (www.iso.org/iso/iso14000) zerti­fizier­tes Umwelt­management.

 


In PAGE 07.2016 erklären wir, was Kreative, Kunden und Druckereien tun können, um schöne Printerzeugnisse auch umweltfreundlich herzustellen. Dazu lesen Sie ergänzend ein Interview mit Martin Lind, Geschäftsführer des Druckhaus Berlin-Mitte. Zudem haben wir eine kleine Auswahl umweltfreundlicher Druckereien zusammengestellt. Hier PAGE 07.2016 bestellen!

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