NEXT13: Drachen im Nebel

We are Fellows setzen das Motto der diesjährigen NEXT in einer großartigen Kampagne um. Uns haben sie erzählt, wie sie entstand.



 

»Here Be Dragons«, hier könnten Drachen sein, ist eine Bezeichnung aus der mittelalterlichen Kartografie, in der unentdeckte, gefährliche Gebiete mit Drachen oder anderen mythischen Ungeheuern markiert wurden.

Die unentdeckten Gebiete in die sich die NEXT13 wagt, liegen vor allem im digitalen Bereich und am 23. und 24. April werden internationale Experten die Trends und Herausforderungen der Zukunft erforschen, vorstellen, diskutieren.

Doch auch schon im Vorfeld wagte sich die veranstaltende Agentur SinnerSchrader in neue Gefilde und ersetzte die bisher immer sehr sachlich gehaltene Corporate Identity durch eine auf das Thema zugeschnittene und atmosphärisch aufgeladene.

Dafür hat SinnerSchrader das Hamburger Studio We are Fellows (wer mehr wissen möchte hier das große PAGE Porträt) verpflichtet. Eine perfekte Wahl!

Wie haben mit Malte Müller und Andreas Lexa über ihre spannende, hoch aufgeladene und hintergründige Arbeit gesprochen.

Wie habt ihr auf das Thema der Digitalkonferenz »Here Be Dragons« reagiert?

Es ist natürlich ein dankbares Thema. Durch seinen Ursprung im Mittelalter ist der Begriff historisch aufgeladen und gleichzeitig ist er auch im Web etabliert. Wichtig war uns aber, auf keinen Fall im Mittelalter stecken zu bleiben, sondern ihn in etwas Modernes zu übersetzten.

Und dann zog Nebel auf …

Genau. Wir wollten zwar nicht im Mittelalter stecken bleiben, aber auch nicht auf der digitale Schiene einschwenken. Uns an den Computer zu setzen und digital ein Layout für eine Digitalkonferenz zu entwickeln, schien uns zu naheliegend. Deshalb haben wir uns für die Materialität entschieden, für etwas, das das Thema ganz analog abbildet und sind so auf den Nebel gekommen. Spannend finden wir, dass in der Gestaltung so etwas stoffliches, mystisches mit der Immaterialität moderner Technologie, mit den Interface-Projektionen, verbunden ist.

Wie sind die Motive schließlich entstanden?

Indem wir mit einer Nebelmaschine und einem Projektor in ein Studio gefahren sind und die verschiedensten Dinge ausprobiert haben. Alles ist dabei ganz analog entstanden, nichts davon wurde am Bildschirm gebaut. Was uns letztendlich an den Motiven gefallen hat ist, dass sie eine abstrakte Qualität haben, etwas mystisch wirken und gleichzeitig die Themen der Konferenz anschneiden. Darüber hinaus trifft das abstrakte Element Nebel auf die konkreten Interface-Elemente, die sich im Nebel verzerren, auflösen, abdriften.

Heißt, es zeigt sozusagen den Weg in die unbekannte Zukunft, in ein fremdes Gebiet?

Ja, in eine dystopische Zukunft, hin zu einer technischen Zukunftsvision, die ja auch etwas Angst macht. Schließlich weiß niemand so ganz genau, wo die Reise hingeht. Deshalb haben wir auch das Cyan gewählt, denn in Verbindung mit der Dunkelheit und dem Nebel hat uns ein wenig an die Ästhetik von Filmen wir »Blade Runner« oder »Minority Report« erinnert.

Gleichzeitig ist auch ein Trailerfilm entstanden …

Ja, zur Einstimmung und um die große Bühne im bbc am Alex zu bespielen, wo die NEXT13 stattfindet. Und auch dabei haben wir nichts gerendert, sondern mit dem Regisseur Cristian Straub einen richtigen Film gedreht und aus Metall, Stein und mit Folien Settings gebaut. Wir haben generell große Lust experimenteller zu arbeiten, Dinge dem Zufall zu überlassen, wie hier den Beamern und der Nebelmaschine. Und auch das deckt sich mit dem Konferenzthema, denn es geht ja auch darum, keine Angst zu haben, Neues auszuprobieren, auch wenn dabei niemand so recht weiß, wo der Weg hinführt.

Vor Ort, am Berliner Alexanderplatz, werdet ihr auch gemeinsam mit raumlabor berlin arbeiten, die erneut das Setting der Konferenz entwickelt haben.

Es wird Möbel von raumlabor berlin geben, die mit der cleanen Konferenzatmosphäre brechen und wir werden den gesamten Ort bespielen, inklusive Leitsystem und Branding am Gebäude. Außerdem wird auch auf dem Vorplatz des bbc etwas stattfinden. Das ist für uns, die wir auch dem Web-Bereich kommen, eine Herausforderung. Mit Dingen im Raum umzugehen bietet eine zusätzliche Dimension auf die wir totale Lust haben. Ein wirklich toller Job! 




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