Wunderbar düsterer Strich: Tim Burton

Lange Besucherschlangen – und abgründiger Spaß: Das LACMA zeigt Tim Burton als Zeichner.



»Edward mit den Scherenhänden«, »Charlie und die Schokoladenfabrik«, »Mars Attacks!« oder »Alice im Wunderland«: Über 20 Filme hat Tim Burton bisher gedreht, jeder ein eigensinniges Phantasiewerk – und hervorgegangen sind viele Zeichnungen Burtons.

Gemeinsam mit Modellen und Kostümen seiner Filme, mit frühen Comicstrips, die er entwarf und Actionfiguren, sind seine Zeichnungen jetzt in einer großen Ausstellung im Los Angeles County Museum Of Art zu sehen – und Menschenmassen schieben sich durch die großen neuen Räume des Anbaus, die wie ein Hollywoodstudio wirken.

Aufgewachsen in Burbank, einem seelenlosen Vorort von L.A., habe ich »meine Zeit damit verbracht, Monsterfilme zu schauen, Fernsehen zu gucken, habe gezeichnet und mich auf dem örtlichen Friedhof herumgetrieben«. In dieser Zeit gewann er mit seinem Cartoon »Crush Litter« den Wettbewerb »Beautiful Burbank«, der dann auf den Müllwagen der Stadt gedruckt wurde, mit 18 reichte er sein selbst geschriebenes und ein komplett illustriertes Kinderbuch »The Giant Zlig« bei Walt Disney ein. Es wurde abgelehnt, doch einige Jahre später begann Burton dort eine vierjährige Ausbildung in der er als Konzeptkünstler und Animations Assistant arbeitete.

Eng mit dem Pop Surrealismus der kalifornischen Lowbrow Art der 60er Jahre verbunden, in der Illustratoren und Künstler mit der Konzept Art brachen, um sich wesentlicher expressiver auszudrücken – fügte Burton noch den Gothic dazu.

Er zeichnet und malt mit Tinte, Bleistift, Wasserfarben und Buntstiften und zwar Porträts, unzählige Skizzen, Szenen, kurze Ideen und ganze Filme, Möbel, die Beine bekommen, einen Jungen mit dem Kopf einer Auster, Christina Ricci mit riesengroßen Augen, kleine verlorene Gestalten, freche Marsianer und verliebte Monster.

In der Ausstellung sind über 700 Zeichnungen, Malereien, Fotografien, Filme, Puppen, Kostüme, Videos und zahlreiche kleine persönliche und unbekannte Projekte zu sehen, außerdem hat Burton sieben neue Objekte angefertigt: ein Puppenhaus Diorama, mehrere große Figuren und ein Multimedia-Schwarzlicht-Karussell.

Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Oktober zu sehen. Unsere Bildergalerie gibt einen Einblick.




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