Wo, wann und warum kaufen: Kreative Schriften

Zum dritten Mal führten die Designerin Mary Catherine Pflug, Fontspezialistin bei MyFonts, und Monotype die Studie »Font Purchasing Habits Survey« zu den Kaufgewohnheiten von Kreativen in punkto Schriften durch.



Untersucht wurde, welche Kriterien für Kreative bei der Auswahl von Schriften die entscheidenden sind. Welchen Einfluss haben Gewohnheit, Design oder Preis auf die Kaufentscheidung? Wieviel Nutzer investieren in Schriften und welcher Shop ist ihr Favorit? Um das zu beantworten, hat Monotype die Antworten von rund 16.000 Kreativprofis aus aller Welt ausgewertet und visuell in einem Booklet aufbereitet. Die vollständige Studie kann man sich hier anschauen.

Die wichtigsten Ergebnisse:

Kreative kaufen 1 bis 10 Schriften pro Jahr

Wichtigstes Kaufargument: Anzahl der Stile in einer Familie

Viel Potenzial für variable Fonts

Der mit Abstand bedeutendste Faktor bei der Auswahl einer Schrift ist die Vielzahl der Stile in einer Schriftfamilie. 82% der Befragten halten dieses Kriterium für entscheidend, gefolgt von der Größe des Zeichensatzes (42%), Kerning (41%) und Alternativzeichen (40%). Daraus folgen unmittelbar die Kriterien für Schrift-Bewertung und -Kaufentscheidung: den kompletten Zeichensatz einsehen können (89%), eigene Texte probesetzen (77%), einschließlich Ligaturen und Alternativen (56%).

Die Studie nimmt auch die Beliebtheit verschiedener Bezugsquellen für digitale Schriften unter die Lupe. Angeführt wird das Ranking von MyFonts (77% der Befragten haben hier in den vergangenen sechs Monaten eine Schrift gekauft), gefolgt von Google Fonts (43%), DaFont (39%), sowie Adobe Typekit (jetzt: Adobe Fonts) mit 32%. Bei der Frage nach dem Einkaufserlebnis zeichnet sich ab, dass der leichte Zugang zu einer gesuchten Schrift einen großen Effekt auf die Anzahl der Downloads hat; hier haben MyFonts und Google Fonts ebenfalls die Nase vorn. Creative Market, das mit Abstand als der trendigste Shop wahrgenommen wird, kann diesen Bonus nur eingeschränkt für seine Umsätze nutzen: Platz 6 im Besucherranking.

Interessant sind auch die Vergleichszahlen zum Schriften-Download und den Schriften-Cloud-Services. Nur zwei Drittel der Kreativen wissen, dass jede Menge Schriften im Adobe-Creative-Cloud-Abo mit enthalten sind. Und während Dreiviertel der Befragten ihre Musik über einen kostenpflichtigen Streaming-Service beziehen, nutzt nur die Hälfte diese Technik für die Benutzung von Schriften.

Viel Potenzial gibt es für das Trendthema variable Schriften: Die Mehrheit der befragten Kreativen gibt an, noch nie etwas davon gehört zu haben (35%) oder sich noch nicht wirklich damit beschäftigt zu haben (34%). Immerhin glaubt ein Viertel der Befragten (24%), dass variable Fonts das Entwickeln und Benutzen von Schriften verändern wird.


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