PAGE online

Serviceplan entwickelt arabisches All-Genders Sign

Eigentlich berücksichtigt die arabische Schrift das Geschlecht, doch gerade auch in Stellenanzeigen wird die maskuline Form genutzt. Deshalb schlagen UN Women und Serviceplan ein neues Schriftzeichen vor.

Was für eine interessante Idee, um die Rolle der Frau in der arabischen Welt zu stärken.

Denn obwohl die arabische Schriftsprache beide Geschlechter berücksichtigt, wird das der Realität nur selten genutzt. Gerade auch bei Stellenanzeigen nicht, die in der maskulinen Schriftform immer nur Männer ansprechen.

Deshalb hat die Agentur Serviceplan, und in diesem Fall ihr Health & Life Department, gemeinsam mit UN Women, dem Organ der Vereinten Nationen, das sich für Gleichberechtigung einsetzt, ein neues arabisches Schriftzeichen entwickelt.

Zeichen für alle Geschlechter

Das All-Genders Sign, das ein wenig an ein auf den Kopf gestelltes Ausrufzeichen erinnert, bezieht alle Menschen in die Kommunikation mit ein.

Beginnend mit dem Weltfrauentag wurden in arabischen Tageszeitungen, auf der Website von UN Women Arab States und in Social Media fingierte Stellenanzeigen veröffentlicht, die das All-Genders Sign enthalten und so darauf aufmerksam machen wollen, »dass Talent und berufliches Fachwissen geschlechtsunabhängig sind«.

Gleichzeitig soll das All-Genders Sign, das gemeinsam mit einem arabischen Linguisten entstand, über die Arbeitswelt hinaus für gendergerechte Sprache sensibilisieren.

Eigens entwickelter Font

Die Kampagne in Form von Stellenanzeigen wirbt mit dem Claim »Geschlechtergleichstellung am Arbeitsplatz beginnt mit einer Stellenanzeige«.

Der Font, zu dem auch das All-Genders Sign gehört, wurde eigens entwickelt und kann kostenlos verwendet werden.

Umgesetzt wurde die Kampagne in Zusammenarbeit mit Serviceplan Middle East.

Produkt: eDossier »Typografie für Screens von klein bis winzig«
eDossier »Typografie für Screens von klein bis winzig«
Small-Screen-Typografie: Lesbarkeit, Schriftgrößen, Brand- & Corporate Design

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte Sie auch interessieren