Freefonts: Ganz genau hinschauen oder Finger weg!

Wer viel Zeit in die Entwicklung eines Fonts steckt, möchte damit zumeist auch etwas Geld verdienen. Dennoch kursieren Tausende kostenlose Schriften im Internet, die sich aber längst nicht alle für den professionellen Gebrauch eignen. Teil 7 der Serie »Schrift bringt’s« sagt, worauf es ankommt.



Auf Google Fonts finden sich gute Freefonts. Etwa EB Garamond mit zehn Schnitten oder Lobster mit einem Schnitt.

 

Wer viel Zeit in die Entwicklung eines Fonts steckt, möchte damit zumeist auch etwas Geld ver­die­nen. Dennoch kursieren Tausende kostenlose Schrif­ten im Internet, wobei sich für den professionellen Gebrauch längst nicht alle eignen. Bei einigen fällt bereits auf den ersten Blick auf, dass etwa das ß oder Umlau­te fehlen, andere entpuppen sich als schlechte Wahl, weil sie sich zum Beispiel nicht dru­cken lassen. Auch die iPad-Version der PAGE wurde mal von einem Freefont ziemlich zerschossen.

Aber es gibt auch gut gemachte kostenlose Fonts. Wobei man längst nicht mit jedem dieser Zeichensätze auch alles machen darf. Viele Typedesigner ­erlauben die freie Verwendung nur für private, nicht aber für kommerzielle Zwecke. Gründliches Lesen der Nutzungsbedingungen ist also der erste Schritt. Der wohl größte Anbieter ist Google mit ungefähr 2000 Freefonts, die sich dank Open-Font-Lizenz kos­tenlos in Print und Web einsetzen lassen, auch kom­merziell. Auf 1001 Fonts oder Font Squirrel kann man ebenfalls Ausschau ha­l­ten, vor allem wenn man keine ganze Familie, sondern nur einzelne Schnitte benötigt.

Trotzdem: In vielen Fällen sind Freefonts schon sehr abgenutzt, haben nicht genug Schnitte, oder es mangelt an Sprachunterstützung. Deshalb kann es oft der bessere Weg sein, ein wenig Geld in die Hand zu nehmen und eine hochwertige, eigenständige Schrift zu kaufen.

 


Hier geht es zu den anderen Teilen der Serie »Schrift bringt’s«.

 

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