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5 Tipps für Remote-Präsentationen

Schauspieler und Coach Ole Tillmann aus Berlin verrät, wie Sie auch bei Remote-Präsentationen ihr Publikum erreichen.

Hybrid Work Ole TillmannBild: Dominik Tryba

Remote? Vor Ort? Hybrid! Wie sich die Kreativbranche mit neuen Raumkonzepten und Organisationsstrukturen auf die Arbeit nach dem Lockdown einstellt, verraten wir in PAGE 07.2021. Hier gibt Ole Tillmann, Schauspieler, Coach und Gründer von PEAK Creative Leadership, gibt Tipps worauf Sie bei Remote-Präsentationen achten sollten.

1. Top-Technik

In einer Remote-Präsentation fallen wichtige Aspekte eines sonst multisensorischen Erlebnisses weg – beim Publikum kommen nur die auditiven und visuellen Signale an. Ton und Bild müssen die anderen Reize kompensieren und daher perfekt funktionieren.

2. Präzise Informationen

Meine Grundregel: Reduktion der Inhalte auf das absolut Wesentliche. Prägnanz war nie wichtiger als heute. Das Publikum sollte die Botschaften der Folien innerhalb von maximal drei Sekunden erfassen können. Das erreicht man durch einen sinnvollen Einsatz von Bildern, Grafiken, Icons und Illustrationen. Die lexikalische Dichte des gesprochenen Worts, also die Anzahl der Wörter, die ich benötige, um einen Punkt zu machen, sollte daher so gering wie möglich sein. Außerdem müssen die visuell dargestellten Inhalte synchron über die Tonspur kommentiert werden.

3. Abwechslungsreiche Dramaturgie

Ein starkes Opening ist wichtig, um die Aufmerksamkeit des Publikums zu gewinnen: eine persönliche Geschichte oder ein beeindruckender Fakt aus der Wissenschaft, aber ohne Effekthascherei. Die regelmäßige Interaktion mit dem Publikum kann die Aufmerksamkeit aufrechterhalten. Die Faustformel hierfür lautet: Alle zehn Minuten sollte man in irgendeiner Form Abwechslung in die Präsentation bringen. Zum Beispiel durch eingespielte Filme, O-Töne oder interkative Elemente wie eine Umfrage beim Publikum.

4. Ruhe bewahren

Ohne das direkte Feedback des Publikums ist es umso wichtiger, bei sich zu bleiben und Ruhe zu bewahren, auch wenn man sich mal verspricht. Außerdem muss man sich immer wieder erinnern, direkt in die Kamera zu schauen. Die meisten Menschen schauen eher auf den Bildschirm, weil sie dort auch ihre Folien und die Bilder des Publikums sehen. Dadurch unterbricht man aber den Kontakt zum Publikum und wirkt eher unpersönlich. Und: nicht zu viel bewegen. Die Kamera vergrößert alles, was vor ihr passiert. Beim Sprechtempo hilft die Orientierung an Nachrichtensprecherinnen und -sprechern: moderat und nicht zu schnell.

5. Mit dem Publikum interagieren

Menschen zu verstehen, die nicht mit uns in einem Raum sitzen, fordert unserem Gehirn viel Energie ab. Mein Trick: kleinere »Blitzlichter« in Form geschlossener Abfragen mit der Bitte, im Chat zu antworten, sichern die Aufmerksamkeit des Publikums oder gewinnen sie zurück. Außerdem kann man Umfragetools wie Mentimeter, Slido oder die in Videokonferenzsoftware eingebauten Tools verwenden. Gerade in hybriden Gruppen mit Publikum vor Ort sowie Zugeschalteten können mit Abstimmungstools sehr interessante Formate entstehen, die die Natürlichkeit einer Vor-Ort-Präsentation um die Vorteile von digitalen Streams erweitern.

Alles zum Thema Hybrid Work und wie sich die Kreativbranche für die Zeit nach dem Lockdown vorbereitet, lesen Sie in der PAGE 07.2021:

PAGE 07.2021

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