Adobe MAX 2018: Photoshop fürs iPad, Premiere Rush, Project Aero …

Bei seiner jährlichen Kreativkonferenz hat Adobe einige spannende neue Produkte und Updates vorgestellt.



Auf seiner alljährlichen Konferenz Adobe MAX präsentierte der Konzern am 15. Oktober vor rund 15.000 Gästen im LA Convention Center seine Produktneuheiten. Durch sämtliche Ankündigungen hindurch ziehen sich Automatisierungsfunktionen basierend auf Adobes KI Sensei, die Ausweitung der Tools auf verschiedene Devices und die Erschließung neuer Medien wie Augmented Reality und Voice Control.

Adobe-CEO Shantanu Narayen

Updates für die gesamte Creative Cloud

Unter den wichtigsten Updates: ein neuer Content-Aware-Fill-Bereich für Photoshop, Leistungs- und Workflow-Verbesserungen für Lightroom, praktischer Content-Aware Fit für InDesign, bessere Rendering-Vorschau in Dimension, KI-basierte Suchfunktionen in Adobe Stock – durch die Bank verspricht Adobe optimierte Workflows und schnelleres Arbeiten dank zahlreicher Automatisierungsfunktionen. Beeindruckende Neuerungen gibt’s auch bei dem UX/UI-Tool Adobe XD, das Designern ab sofort ermöglicht, Prototypen für sprachgesteuerte Geräte wie Amazon Echo zu erstellen. Zudem lassen sich durch die XD-APIs auch Plug-ins von Drittanbietern nahtlos einfügen und nutzen.

Zudem verkündete Adobe die Umbenennung seines Typekits in Adobe Fonts. Noch wichtiger als der Name: Die umfangreiche Schriftensammlung ist nun Teil aller Creative-Cloud-Abos.

Premiere Rush: Videoproduktion für YouTuber

Ab sofort ist auch das Tool Premiere Rush CC zu haben, das speziell für Online-Videoproduzenten entwickelt wurde – auch für Nicht-Profis und YouTuber. Das Programm – zum Start gratis downloadbar – vereint Aufnahme, Bearbeitung, vereinfachte Farb- und Audiokorrektur sowie Motion Graphics und ermöglicht zudem die nahtlose und auf den jeweiligen Kanal angepasste Veröffentlichung in Social Media.

Photoshop fürs iPad: The real thing

Nein, es ist keine abgespeckte Version von Photoshop, sondern »the real thing«, wie Scott Belsky betonte, Chief Product Officer und Executive Vice President of Creative Cloud. Sämtliche Photoshop-Funktionen sind – optimiert für die Nutzung per Touch – ab 2019 auch auf dem iPad nutzbar. Die kreative Arbeit mit Photoshop ist dann nicht mehr an den Desktop gebunden, sondern wird damit mobil. Durch die Cloud-Integration sind die Arbeiten auf beiden Geräten stets verfügbar. Dafür arbeitete Adobe eng mit Apple zusammen.

Project Aero: Die Demokratisierung von AR

Die Präsentation des AR-Authoring-Tools Aero sorgte für Raunen im Publikum: Damit will Adobe es allen Designern ermöglichen, für die Augmented Reality zu gestalten – ganz ohne Code. In der Demo war zu sehen, wie das Tool eine ganz neue Perspektive eröffnet, mit Photoshop-Layern umzugehen – indem man quasi durch sie hindurch geht. Zudem partnerte Adobe mit Adidas, um erste Anwendungs-Cases für den Retail-Bereich zu präsentieren. Project Aero befindet sich noch in der Private Beta, der Launch erfolgt voraussichtlich Ende 2019.

Gemini: Ölmalerei auf dem Screen

Außerdem präsentierte Adobe die neue Zeichen-App Gemini, die 2019 für das iPad veröffentlicht wird und geräteübergreifende Workflows beschleunigen soll. Sie arbeitet nahtlos mit Photoshop CC zusammen und ermöglicht die Nutzung aller Photoshop-Pinsel. Für Staunen sorgten vor allem die neuen Brushes, die Illustrator Kyle Webster für Gemini entwickelte: Sie übertragen Öl- und Wasserfarben auf beeindruckend realistische Weise auf den digitalen Screen – von der Menge der Farbe über den Druck auf den Canvas bis hin zum Zusammenlaufen der Farben. Fehlt nur noch der Geruch.

Weitere Details zu den vorgestellten Neuerungen gibt es hier bei Adobe – und in der nächsten Ausgabe von PAGE.


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