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Wie die Identity von Design Matters 2020 Kreative fordert

Im September 2020 findet in Kopenhagen die Designkonferenz »Design Matters« statt – mit einem Erscheinungsbild, das zeigt wie innovativ das skandinavische Event ist.

Es ist eine besondere Herausforderung das Erscheinungsbild einer Designkonferenz zu entwerfen. Für seine Kollegen sozusagen und besonders kritisch beäugt.

Grafikdesignerin Ditte Flintrup traute sich – und entwickelte für das Event Design Matters 2020, das vom 23.-24.September 2020 in Kopenhagen stattfindet, eine Identity, die ihre Kollegen herausfordert.

Hatte das Festival, das um digitales Design kreist, in den letzten Jahren in seiner Identity einen Blick zurück auf die Eighties und Nineties geworfen, schaut es jetzt in die Zukunft.

Minimalistisches Design neu interpretiert

Mit Silbertönen und Formen, die wie aus Quecksilber gegossen wirken, mit Glitch-Ästhetik, einem Typografie-Mix und Airbrush-Effekten, spielt das Erscheinungsbild mit dem visuellen Bedürfnis, Dinge geschmeidig zusammenzufügen.

Anstatt dem nachzugeben, kommt in dem collagenhaften Design zusammen, was nicht zusammen gehört und verweigert sich gleichzeitig jedem Storytelling.

Mit jeder Menge Fantasie kann man mal eine Steilküste mit rauschendem Meer oder andere Landschaften imaginieren, Sonnenaufgänge und Horizonte. Beim zweiten Blick aber zersetzt sich der Eindruck umgehend.

»Übertriebene Unterarten von Minimalismus« nennen die Festivalmacher das Design – und machen ziemlich neugierig auf die Kopenhagener Konferenz.

Design Matters
Bild: Design Matters
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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Sorry, aber Trend hin oder her. Das Beispiel oben “Design Matters ’20” IST voll die Neunziger. Damit wagt die “Designerin” keinen Blick in die Zukunft sondern (anders als eure Aussage im Text), einen in die Neunziger. Ohne Konzept und Ordnung wird hier ein Design zusammengeschustert, das nun wirklich keinen Anspruch mehr auf irgendwelche Designgrundlagen oder -werte mehr erheben darf. Anspruchslos, ohne Ästhetik, kreativlos und fade kommt es daher. Junge Grafiker ohne Erfahrung finden das Hip und sagen uns, das sei nun die Zukunft, das sei geil und voll im Trend, dann sprechen sie für sich, für ihre Designblase, man klaut und braut zusammen, missachtet möglichst alles, was Sinn und Zweck haben kann – einfach um Hipster und trendig sein zu müssen. Es wird so schnell vorbeigehen wie der Fizzenspinner …

  2. Phantastisch! Man wird noch jahrelang von diesem Erscheinungsbild sprechen. Viele Designer werden den Stil kopieren und man wird den Namen Flintrup in einem Atemzug nennen mit Dürer, Renner, Aicher und dem Namen meiner letzten Schulpraktikantin.

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