Wie das neue Erscheinungsbild der Pirckheimer Gesellschaft entstand

Svenja von Döhlen vom Berliner Studio formdusche erzählt von der Zusammenarbeit mit »Sammlern und anderen Verrückten«.



Das Studio formdusche hat der Pirckheimer-Gesellschaft ein neues Gesicht gegeben. Wir sprachen darüber mit Svenja von Döhlen, die als Kreativdirektorin zu den Gründern der Berliner Agentur gehört.

Wie war die Zusammenarbeit mit einem sechzigjährigen Traditionsverein von Bibliophilen und Grafiksammlern?
Ein großes Überschneidungsmoment ist die Liebe zu Büchern – diese Leidenschaft teilen wir. Darum wissen wir auch: Wer wie besessen schöne Bücher sammelt, muss ein wenig verrückt sein. Dieses charmante Faible haben wir in den Namenszusatz »Pirckheimer-Gesellschaft für Sammler & andere Verrückte« gepackt.

Ist der Club nicht ein wenig überaltert?
Es ging ja gerade um eine Revitalisierung. Die Mitglieder sind aufgeschlossen, sie sammeln schließlich selbst avantgardistische Dinge.

Auf der Website www.pirckheimer-gesellschaft.org werden auch viele Veranstaltungen angekündigt.
Ja, es gibt regelmäßig Vorträge, Exkursionen in Bibliotheken oder Werkstätten, wo alte Druckverfahren genutzt werden und so weiter. Außerdem gibt die Gesellschaft das Magazin »Marginalien« heraus.

Wie haben Sie all das gestalterisch verarbeitet?
Das Corporate Design greift das Thema Sammeln auf – mit zarten Linien, die an ein Regal oder einen Setzkasten erinnern, in die Wörter und Text gestellt werden. Zum Gelb der »Marginalien« nutzen wir Blau als frische Komplementärfarbe. Auch die opulent-verspielte DTL Fleischmann, haben wir aus den »Marginalien« aufgegriffen und mit der Pluto Sans verbunden. Das Signet mit dem Porträt des Renaissance-Humanisten Willibald Pirckheimer hat Gründungsmitglied Werner Klemke gestaltet, einer der bekanntesten Illlustratoren der DDR. Es gehört zur Kern-DNA der Gesellschaft und bleibt neben der neuen aus den beiden Schriften gesetzten Wortmarke erhalten. Es ist faszinierend, in welche Welten man bei Sammlern einsteigen kann!


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