Interview: Studierendenmagazin »Format«

 

Die Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd hat ihr neues Magazin herausgebracht. Wir sprachen mit der Chefredakteurin Jasmin Weinmann über die Kreation von »Format 7«.



 Bild Format 7

Die Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd hat ihr neues Magazin herausgebracht. Wir sprachen mit der Chefredakteurin Jasmin Weinmann über die Kreation von »Format 7«.

Die Studierenden der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd haben eine neue Ausgabe ihres Magazins »Format« veröffentlicht. Der Leitsatz lautet »Ein Teil des großen Ganzen«. Aber die Ausgabe, Nummer 7, steht im Vergleich zu ihren Vorgängern für sich allein: Das Design ist rundum erneuert und auch das Redaktionsteam hat für das Heft erstmals zusammengearbeitet.

Wir sprachen mit Jasmin Weinmann, der Chefredakteurin von »Format«, die an der HfG Schwäbisch Gmünd Kommunikationsgestaltung im dritten Semester studiert, über die Kreation des Magazins.

Bild Format 7

PAGE: Die aktuelle Ausgabe von »Format« trägt den Titel »Ein Teil des großen Ganzen«. Was steckt hinter diesem Motto?

Jasmin Weinmann: Im Gmünder Modell, das wir alle gelehrt bekommen, werden fachübergreifende Gestaltung und theoretische Hintergründe in einer Einheit vermittelt. Der Fokus lag bei uns vor allem auf den vielen Bereichen, die in den Überbegriff Gestaltung einfließen, die jedoch nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich sind und oftmals übersehen werden. Somit beschäftigen sich die Artikelthemen weitreichend mit bedeutsamen Elementen im Umfeld der Gestaltung.

Was finden Sie gelungen an Ausgabe Nummer 7?

Das Gesamtbild ist sehr harmonisch. Vor allem die sinnvolle Übereinstimmung der doch sehr unterschiedlichen Artikel gefällt mir sehr gut. Das Cover ist für den Stil der »Format« etwas gewagter, jedoch trotzdem schlicht gehalten. Mir gefällt vor allem die Zuordnung mit den Dreiecken, was man in der Tasche wiederfindet. Eine sehr einfache Idee bekommt einen Erkennungswert.

An »Format« waren 15 Studierende beteiligt. Dabei treffen doch sicherlich zum Teil sehr unterschiedliche Vorstellungen und Ideen aufeinander. Das Magazin wirkt aber sehr stimmig, mit einem einheitlichen Gestaltungskonzept und harmonierenden Fotos und Illustrationen. Wie schaffen Sie den roten Faden?

Ja, das ist richtig. Es werden erstmal keine Grenzen gesetzt. Die Artikel werden je nach Interesse gewählt und man versucht, diese an das Heftthema anzugleichen. Das ist bis jetzt eigentlich immer gut gelungen.
Durch das Zusammenspiel von Kreativität und Ordnung an der HfG besteht bei allen schon das geschulte Auge für gute Gestaltung, was das Layouten in der Gruppe einfacher gestaltet. Im Team werden dann die Einzelheiten abgestimmt und das passende Layout für jeden Beitrag gewählt.
Der rote Faden ist in dem Fall nur die Abstimmung von Artikeln und Sonderformat auf das Heftthema. Das klappt in der Regel sehr gut, da allen klar ist, dass es am Ende ein Gesamtbild ergeben soll.

Wie genau entsteht »Format« an der HfG Schwäbisch Gmünd?

Am Anfang des Semesters werden Aufrufe gestartet und das Magazin allgemein vorgestellt. Jeder, der Interesse hat sich miteinzubringen, kann zu den wöchentlichen Terminen kommen. Allerdings wird der Arbeitsaufwand von vorn herein geklärt und darauf geachtet, dass das Projekt ernst genommen wird.

Wie lange arbeiten Sie an einer Ausgabe, von der Idee bis zum Druck?

Wir arbeiten genau ein Semester daran. Es fängt zeitgleich zum Semesterstart an und sollte zur Ausstellung fertig sein.

 
Welche Herausforderungen gab es bei der Kreation der aktuellen Ausgabe?

Herausforderungen bestanden vor allem in der Verwirklichung dieses Projektes neben anderen Semesterprojekten. Die Vollständigkeit der Materialien muss zu bestimmten Zeitpunkten gewährleistet sein, um dem Plan nachgehen zu können und die Ausgabe pünktlich in den Druck zu bringen.

Sind neben den Studierenden auch Dozenten am Magazin beteiligt?

Die »Format« wird gestalterisch und konzeptionell von Studenten umgesetzt. Für die Übersetzung ist Prof. George Burden beauftragt, was uns eine Menge Arbeit erspart. Das Verfassen des Editorials wechselt in jeder Ausgabe und ist mit dem Heftthema abgestimmt. Wir haben die Möglichkeit, Hilfe zu bekommen, wenn wir danach fragen. Aber wir haben den Anspruch, das alleine zu bewerkstelligen, da man ohne die Meinungen der Professoren und Dozenten eigene Ideen diskutieren und umsetzen kann. Das verleiht eine gewisse Selbstständigkeit und einen Bezug zur Realität – was meiner Meinung nach wichtig ist, um sich selbst für das Berufsleben vorbereiten zu können.

Was war Ihre Motivation, bei der Kreation von »Format« mitzuwirken?

Meine Motivation ist vor allem die, am Ende ein verkaufsfertiges Produkt in den Händen zu halten. Ich denke, man wächst an solchen Aufgaben, da man sich selbstständig um jeden Produktionsschritt kümmern muss. Vor allem parallel zu dem, was man als Theorie an der Hochschule beigebracht bekommt, dient das als praktische Umsetzung und festigt somit jegliches Grundwissen.

Hat das Team, das Ausgabe 7 kreiert hat, zuvor schon zusammengearbeitet?

Das Team wechselt ständig, da jedes Semester wieder einige Personen ins Praxissemester und danach ins Ausland gehen. Somit gibt es immer wieder Nachwuchs von neuen Studenten, weshalb sich der Stil der »Format« wahrscheinlich immer etwas ändern wird. Die Leitung des Magazins hat bis jetzt allerdings nur einmal gewechselt, da die Gründer ihren Abschluss gemacht haben und nun arbeiten oder im Masterstudiengang eingeschrieben sind.


Einen Einblick in Ausgabe 7 von »Format« können Sie sich in der nachfolgenden Galerie verschaffen.


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