Saul Bass

Er ist nicht ein Genie seines Fachs, sondern das Genie zumindest des Filmvorspanns – ein Genre, das er prägte wie kein Zweiter.



Er ist nicht ein Genie seines Fachs, sondern das Genie zumindest des Filmvorspanns – ein Genre, das er prägte wie kein Zweiter.

Und mit seinen Logos schuf er Ikonen, die bis heute nichts an Gültigkeit verloren haben. Seine Tochter, selbst Designerin, und Designautorin Pat Kirkham, die noch für Saul Bass arbeitete, haben nun liebevoll ein großes Buch zusammengestellt, das nicht nur all seine Arbeiten und deren Entstehung dokumentiert, sondern ihn auch als Menschen lebendig werden lässt. Wobei Bass eng mit seiner Frau Elaine zusammenarbeitete, die 1956 als junge Zeichnerin in sein Studio in Los Ange­les gekommen war.

Über fünfzig Filmvorspänne entstanden für Regisseure wie Billy Wilder, Otto Preminger, Charly Chaplin oder Martin Scorcese. Nach dem »Vertigo«-Vorspann war Hitchcock so begeistert von Bass, dass er ihn als visuellen Berater heranzog. Durch ein minutiöses Storyboard gestaltete Bass die grafisch anmuten­de Schwarz­weiß-Choreo­gra­fie der berühmten Duschszene in »Psycho« ent­scheidend mit, ebenso den Look des Hauses, in dem der Mörder sein gruseliges Geheimnis bewahrt … Quasi nebenbei entwickelte er viele wegweisende Erscheinungsbilder und Logos, die zum Teil bis heute in Gebrauch sind – und wenn nicht, sind die Redesigns meist deutlich schlechter.


Jennifer Bass, Pat Kirkham: Saul Bass. A Life in Film & Design.

London (Laurence King) 2011

424 Seiten.
48 Pfund

isbn 978-1-85669-752-1

www.laurenceking.com

Masken von Elaine und Saul Bass für eine Party der Alliance Graphique Internationale in München 1980


Schlagworte: ,




Kommentieren

Einfach mit dem PAGE Account anmelden oder Formular ausfüllen

Name *

Email *

*Pflichtfeld

Ihr Kommentar *

 
 

Das könnte Sie auch interessieren