Sagmeister & Walsh: So »Beauty«-ful kann Toilettenpapier sein

Exklusiver Einblick in die »Beauty«-Ausstellung von Sagmeister & Walsh: The Wunderwaffe Charlotte Bufler, die mit den Designstars an der Schau arbeitete, war vor Ort.



Ein Nebelvorhang, verschlungene Rosen-Typografie, gelbe Lichträume, ein bunt eingestrickter Feuerlöscher oder Arbeiten des Tattookünstlers David Allen, der brustamputierten Frauen mit Blumentattoos über den Verlust ihrer Brüste hinweghilft:

Charlotte Bufler von der Münchner Agentur The Wunderwaffe, die bei der Beauty-Show die Kooperation mit Jaguar kreativ erarbeitete, Autos in Schokolade gießen ließ oder mit Typo-Schnee überzog, hat PAGE Eindrücke der Ausstellung geschickt.

Der Besucherandrang am MAK Wien war gigantisch, als die neue Konzeptschau »Beauty« von Sagmeister & Walsh vorgestern eröffnete. Alle wollten sehen, was die Designer aus New York unter Schönheit verstehen.

Um menschengemachte Schönheit geht es in der Ausstellung, wie Sagmeister in einem Interview während seines viermonatigen Sabbaticals in seiner Voralberger Heimat erzählte, wohin er sich zur Konzeption zurückzog.

Um die Ausgewogenheit von Form und Funktion geht es in der Schau, darum, dass »Gestaltung Teil davon ist, was es heißt, Mensch zu sein« – und sie handelt auch davon, warum sich nach Meinung von Sagmeister & Walsh das Bauhaus oder Marcel Duchamp mit ihrer Ästhetik verrannt haben. Steile Thesen. Oder doch nur spielerische …

Denn die beiden Gestalter denken immer auch den Menschen mit. Und der kann in der Ausstellung in Wien vielfältig Hand anlegen, kann sich treiben und verführen lassen, sich auf die verschiedenen Konzepte von Schönheit einlassen – und sein ganz eigenes konzipieren.

Sagmeister & Walsh: Beauty, MAK Wien, bis 31.3.19


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