Magdeburg – gespiegelt

realities:united entwirft Fassadeninstallation.



Nach langer Renovierungsphase wurde das Kunstmuseum Kloster unser Lieben Frauen in Magdeburg jetzt wiedereröffnet – und holt die Umgebung mit in das Haus, vervielfältigt sie und hebt sie aus den Angeln.

realities:united, das Büro von Jan und Tim Edler, Berlin, entwarf die Außeninstallation »TransReflex«, die die Perspektive kunstvoll ins Wanken geraten lässt. 17 großformatige und beiderseitig verspiegelte Panele lassen die beiden dafür in unterschiedlichem Winkel aus der Fassade herausklappen oder sie verschließen.

Die Scharniere sind an verschiedenen Seiten der Fenster angebracht, so dass sie sich uneinheitlich bewegen und unterschiedlichste Teile der Umgebung spiegeln – und zusammenführen. So entsteht eine Collage aus Alt und Neu, aus dem Klosterbau von 1080, der das älteste erhaltene Gebäude Magdeburgs ist und den Gebäuden der Nachkriegsmoderne, die direkt nebenan errichtet wurden.

Es ist ein behutsamer und poetischer Eingriff in das romanische Ensemble, perfekt symbiotische Kunst am Bau mit verblüffenden Folgen. Und so spannend, wie viele andere Projekte des Berliner Studios, das 2011 für das Kopenhagener Müllverbrennungswerk eine »Skulptur« entworfen hat, die aus riesigen Rauchringen besteht, die das Kohlendioxid symbolisieren, das in die Atmosphäre strömt; oder ein Flussbad entwickelt hat, das einen Teil der Spree 2019 in ein Swimmingpool verwandeln soll.

Bild: ©2012 realities:united, studio for art and architecture


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