Tradition und Moderne: Hort und das Bauhaus Dessau

Frech und gut: HORT verpasst der ehrwürdigen Stiftung Bauhaus Dessau eine neue Corporate Identity.



Alles neu am Bauhaus Dessau. Nach dem wieder aufgelegten Bauhaus Magazin, präsentiert die Stiftung sich jetzt auch mit neuer Identität. Bestimmt wird sie vor allem durch die Hausschrift Dessau Courier. Und das muss man sich erst mal trauen: der berühmten Typo-Schmiede, an der Moholy-Nagy, Joost Schmidt und Herbert Bayer den Umgang mit Schrift revolutionierten, eine Systemschrift aufzudrücken. Doch die Berliner Designer modifizierten sie und übernahmen die runde Ausformung des Buchstaben A, so wie er an der berühmten Bauhaus-Fassade zu sehen ist. Plakate, Leitsystem und Flyer dagegen nutzen Arial Black und Narrow.

Auch der Schriftzug, der flexibel platziert werden kann, bezieht sich in seiner vertikalen Anordnung auf die Bauhaus-Fassadengestaltung – ansonsten aber bricht Eike Königs HORT mit der Vergangenheit, lockert den grafischen Bauhausstil auf, bringt ihn in Bewegung und rundet ihn ab.

Spannend auch die Ausstellungsplakate auf den Schrift und Bild kunstvoll außer Rand und Band geraten – und die Reihe der Imageplakate (s.o.), fotografiert von Ola Kolehmainen, einem der wichtigsten Vertreter der Helsinki School.

Das Bauhaus Dessau ist nicht mehr Teil einer Avantgarde-Bewegung, sondern eine Stiftung des öffentlichen Rechts, sagt HORT – und wird dem wunderbar eigensinnig gerecht.


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2 Kommentare


  1. Matthias Eckert

    Das soll doch ein Scherz sein, oder?


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