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Grandiose unfreiwillige Komik: Lustige Anführungszeichen

Suchen Student/in für »Service«: Über 33.000 Follower amüsieren sich auf Instagram über die grandiosen Fundstücke von Hannes Rusinek, der zeigt, was für tolle Dinge falsch gesetzte Anführungszeichen anrichten können.

Glaubt man Hans Rusinek, der Publizist, Organisationsforscher, Berater – und vor allem heißgeliebter »Sprachforscher« ist, der mit seinem Instagram-Account @awkward_anfuehrungszeichen mehr als 33.000 Follower unterhält, kam die Sammelleidenschaft in Atlanta.

Dort holte ein Freund aus seiner unfassbaren Schnapsglassammlung zwei für einen nächtlich genossenen Gin heraus und meinte »Everybody has to collect something

Als Hans Rusinek kurz darauf lustig gesetzte Anführungszeichen entdeckte, die den Sinn des Geschriebenen auf den Kopf stellten, ging es los.

»Eine ganze Stufenleiter der Bedeutungen tat sich mir auf, dem Reisenden durch die Anführungswelten, eine Leiter, deren Stufen wohl für jeden einzelnen von uns eine andere Reihenfolge haben«, beschreibt er es selbst in seiner gerade erschienen Sammlung Das »Buch« der absurden Anführungszeichen.

Es führt zu den Nachbarschaftsboards in Supermärkten, zu Schildern, Notizzetteln und Werbetafeln, von Massagesalons zu Imbissen, vom Bäcker »Lecker« zu »Vegetarischem« Paprika-Hühnchen und zu Gläsern mit brauner Masse auf die jemand »nutella« gekritzelt hat.

So wichtig wie die Fundstücke selbst, sind die Kommetare Rusineks, die Einordnungen oder Seufzer. Zu einem Kuli auf dem ein gewisser Bob Have a »great« Day! wünscht, erwidert er »Du mich auch Bob«.

Das alles ist ein großartiger Spaß und es ist eine Reise durch die deutsche Sprache, ihre Vielschichtigkeit und die unfreiwilligen Abbiegungen, die sie nehmen kann.

Hans Rusinek: Das Buch der absurden Anführungszeichen, 176 Seiten, Seltmann Publishers GmbH, 18,50 Euro, ISBN 978-3-949070-12-9

 

 

 

Produkt: eDossier »Falz- und Bindetechniken«
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