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Don’t Brand My Public Space!

Sind Länder und Städte dasselbe wie eine Turnschuhmarke?

Sind Länder und Städte dasselbe wie eine Turnschuhmarke?

Darf man also alles über denselben Branding- und Marketingkamm scheren, egal, ob banale Lifestyle-Marke oder eine sozial und politisch komplexe Gemeinschaft von Menschen beziehungsweise deren Einrichtungen? Dass dies in der Praxis schon längst so gemacht wird, hinterfragt diese Publikation aus der Reihe »Design2context«, für die an Hochschulen in Zürich, Genf und Paris umfassend geforscht wurde.

Keine Frage, wie Regionen mit platten Logos und Werbehülsen zu Kommerzprodukten degradiert werden, füh­ren zahllose Bilder eindringlich vor. Eine Lösung hält das Buch aber noch nicht parat. Die europäische Vereinheitlichung der Erscheinungsbilder, die Ruedi Baur in seinem Text durchspielt, sieht zwar seriös, aber so ordentlich aus, als habe der EU-Experte für gerade Gurken und Bananen sie erfunden. Spannender sind Designansätze, die auf bürgernahe Information statt auf dem Kommerz entlehntes Branding setzen – siehe unten.

Ruedi Baur und Sébastien Thiery: Don’t Brand My Public Space!

Zürich (Lars Müller) 2013

286 Seiten

40 Euro

isbn 978-3-03778-348-1

No Logo! Entwurf für das Erscheinungsbild öffentlicher Einrichtungen einer französischen Kleinstadt

Produkt: eDossier »Ausstellungsdesign – Cases, Insights, Perspektiven«
eDossier »Ausstellungsdesign – Cases, Insights, Perspektiven«
73 Seiten Making-ofs, Projekte und Überblicksartikel zu den Themen Ausstellungsdesign und Szenografie – klassisch, interaktiv, virtuell

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