Design für neuen Großflughafen

Heute wird auf einer Pressekonferenz das Corporate des Flughafens Berlin Brandenburg vorgestellt, der 2012 eröffnet. Was für ein Look erwartet uns?



Heute wird auf einer Pressekonferenz das Corporate des Flughafens Berlin Brandenburg vorgestellt, der 2012 eröffnet. Was für ein Look erwartet uns?

Die Welt ist ab nächstem Jahr um einen Mega-Verkehrsknotenpunkt reicher: den Flughafen Berlin Brandenburg. Knapp 30 Millionen Reisende jährlich werden dort schon in Kürze erwartet. Die Schindler Parent Identity GmbH aus Berlin sorgt dafür, dass sie einen Flughafen mit eigenem Gesicht erleben. (Nachtrag 2012: Die Agentur heisst mittlerweile Realgestalt)

Das Bildzeichen BER – abgeleitet aus dem offiziellen IATA-Code, der ab 2012 nicht mehr nur auf die Metropolitan Area Berlin hinweist – ist vertraut, klar und verständlich, vor allem im Vergleich mit alten kryptischen Buchstabenkombinationen wie TXL (Tegel), SXF (Schönefeld) und THF (Tempelhof). Zusammen mit dem Namen Flughafen Berlin Brandenburg machte Schindler Parent Identity es zum Logo. 

Farblich kommt BER für einen Airport ungewöhnlich daher, nämlich mit einer Kombi von Purpur- und Orangerot. Das nimmt einerseits auf die Landesfarben von Berlin und Brandenburg Bezug, greift andererseits die schon frühzeitig vom Architekturbüro von Gerkan, Marg und Partner konzipierten roten Flächen für das Leitsystem auf. 

Zwei Jahre arbeitete Schindler Parent Identity an dem Erscheinungsbild, das eine Piktogrammfamilie mit über 100 Zeichen ebenso umfasst wie eine eigene Hausschrift. Der BER Font entstand in Zusammenarbeit mit Georg Seifert und Alexander Branczyk von xplicit. Die Schrift sei »klar und klassisch, aber trotzdem voller überraschender Leichtigkeit«. Für Ersteres, so erklären die Gestalter, sorgen angesetzte Einläufe, für Leichtigkeit und Unverwechselbarkeit angeschrägte Cuts und »Flugformen«. Zur Fontfamilie gehören Sans-Serif- und Antiqua-Varianten, Display-, Office- und Webschriften. Außerdem gehören zum Corporate Design natürlich Anwendungsvorgaben für Broschüren, Flugpläne, Werbung etc. Die Entwürfe sehen vielversprechend aus. Das Leitsystem entwickelten Sibylle Schlaich und Heike Nehl von Moniteurs aus Berlin (wir berichteten von der TYPO Berlin) – auf dass es beim hektischen Umsteigen von einem Flieger in den anderen funktionieren möge.


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