Eine CI für 30 Künstler

Für die Ausstellung »30 Künstler 30 Räume«, die am Freitag in Nürnberg eröffnet, kreierte die Agentur Die Krieger des Lichts eine Corporate Identity, die eine alte Idee in die Gegenwart holt.



Bild 30 Kuenstler 30 Raeume

Für die Ausstellung »30 Künstler 30 Räume«, die am Freitag in Nürnberg eröffnet, kreierte die Agentur Die Krieger des Lichts eine Corporate Identity, die eine alte Idee in die Gegenwart holt.

Seit über 40 Jahren existiert die Idee zur Ausstellung, die am kommenden Wochenende in Nürnberg eröffnet. Im Jahr 1970 entwickelte Dr. Dietrich Mahlow, Gründungsdirektor der Kunsthalle Nürnberg, gemeinsam mit seinem Mitarbeiter und späteren Gründungsleiter der Berlinischen Galerie Eberhard Roters, den Plan für ein dynamisches Museum: In 30 Räumen sollten Werke von modernen Künstlern präsentiert werden – jede Künstlerpersönlichkeit sollte ihren eigenen Saal bekommen, um darin ihre individuelle Welt zu kreieren.

Am kommenden Freitag, 16. März 2012, ist es endlich soweit: Die Ausstellung »30 Künstler 30 Räume« eröffnet. Zu sehen sind sowohl von Künstlern gestaltete Räume als auch Arbeiten, die sich mit der Erfahrung von »Raum« befassen. Neben den Künstlern bringt das Projekt auch verschiedene Kunstinstitutionen zusammen: Ausgerichtet wird die Ausstellung vom Institut für moderne Kunst Nürnberg, der Kunsthalle Nürnberg, der Albrecht Dürer Gesellschaft – Kunstverein Nürnberg, sowie Neues Museum – Staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg.

Doch sehenswert sind nicht nur die Exponate – die Nürnberger Kreativagentur Die Krieger des Lichts entwickelte eine Corporate Idendity zur Ausstellung – vom Logo über Editorial Design und Printprodukte bis zur Webseite – und bringt die ursprüngliche Idee in die Gegenwart.

Einen Eindruck vermittelt unsere Galerie am Ende des Artikels. DKDL-Geschäftsführer Marco Schnös erläutert das Projekt:

PAGE: Welche Kommunikationsmittel zur Ausstellung haben Sie entwickelt?

Marco Schnös: Anzeigen, Begleitheft, Briefkuvert, Einladung, Eintrittskarte, Logo, Plakat, Postkarte, und die Website. Angedacht waren auch eine Jutetasche und ein T-Shirt.

Die CI setzt auf Typografie – obwohl es sich um eine Kunst-Ausstellung handelt, sind keine Bilder oder Kunstwerke zu sehen. Was ist der Grund dafür?

Die Ausstellung zeigt 30 Bilder – das sind zu viele, um alle in der Corporate Idendity darzustellen. Man könnte nicht jedem gerecht werden. Daher haben wir es ganz auf die Typo reduziert. Da es auch um Raum geht, haben wir mit Blitzern und Raumüberlagerungen gearbeitet. Als Schrift haben wir Avant Garde gewählt. Mitte der 60er Jahre entstand in New York die Idee für eine Zeitschrift mit dem Titel »Avant Garde«. Es sollte ein »intelligentes, fröhliches Kunst- und Politikmagazin werden, für Leute, die ihrer Zeit voraus sind«.
Mit dem Magazin sollte etwas entstehen, was noch niemand zuvor gesehen hatte: »einzigartig und völlig neu.« Kaum eine Schrift gibt derart lupenrein einen Zeitgeist wieder wie Avant Garde.

Welche Rolle spielen die Farben in der CI?

Jedes Kommunikationsmittel hat eine andere Farbe und alle sind Sonderfarben. Sie sollen die Vielfalt verdeutlichen, die diese Ausstellung mit sich bringt. Der HKS-Ton (Blau) zieht sich durch alle Kommunikationsmittel hindurch. Die anderen, verschiedenen Farben bilden die große Vielfalt der 30 Bilder/30 Räume ab.

»30 Künstler 30 Räume«, 17. März bis 17. Juni 2012, Eröffnung am 16. März, Neues Museum in Nürnberg


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