Café Chiquilín: Corporate Design mit Flair

Für das Restaurant Café Chiquilín bringt das Designstudio LSDK Argentinien nach Stuttgart.



Bild Cafe Chiquilin

 

Argentinisches Flair mitten in Stuttgart – das Café Chiquilín macht es möglich. Gegründet von Kathrin und Lisa Eisenschmidt soll das Lokal die Kaffee- und Restaurantkultur Argentiniens vermitteln. Unterstützt wird dieses Ziel wunderbar von der Corporate Identity und Geschäftsausstattung des Cafés, die das Designstudio LSDK entwickelt hat. Wir sprachen mit Sergej Grusdew, der die Agentur gemeinsam mit Christian Vögtlin betreibt.

 

PAGE: Wie haben Sie das Corporate Design für das Café Chiqilín entwickelt? Was war Ihre Inspiration?

Sergej Grusdew: Das Café Chiquilín orientiert sich in Angebot und Interieur an den traditionsreichen Kaffeehäusern in Buenos Aires. Dort dienen sie über den reinen Verzehr als eine Art zweites Wohnzimmer und als sozialer Mittelpunkt vieler Gäste. Im Gespräch mit den Restaurantbesitzerinnen, Lisa und Kathrin Eisenschmidt, sowie der Aufnahme der Räume wurde klar, dass wir den Jugendstil als zentrales Thema wählen. Hier finden sich für uns viele Elemente, mit denen sich die Liebe der Beiden zum Detail – in der Auswahl der Speisen und Getränke, deren Zubereitung und dem Service – auf stimmige Art darstellen lässt.
Der fugenlose Fliesenboden in Schwarz-Weiß ist dabei der prägnanteste Teil und so wählten wir eine Kachel als Rahmen für das Logo. Die floralen Ornamente thematisieren den Jugendstil und fassen die typografische Aussage. Dort strahlen wir durch die Handschrift im Namen viel Persönlichkeit aus und erreichen durch die Groteskschrift einen sehr guten Kontrast.

Stammen die Ideen von Ihnen oder hatten die Restaurantbesitzerinnen schon eine Vorstellung davon, wie alles aussehen soll?

Lisa und Kathrin besitzen beide viel Stilbewusstsein und ein gutes Auge für Details. Als Vorgabe hatten wir die Kaffeehäuser Buenos Aires’ und es war der Wunsch, dass wir Jugendstilelemente nutzen und neu interpretieren.

Wie kamen Sie auf die Idee, Stempel zu nutzen? Und wo kommen diese jetzt zum Einsatz?

Durch die Wahl der Stempel konnten wir einerseits das Jugendstilthema passend aufgreifen und andererseits das Budget halten. Da wir auf den Druck verzichtet haben war genug Budget für ein hochwertiges, haptisch aussagekräftiges Papier frei. Die Stempel kommen auf Visitenkarten, Briefpapier, Gutscheinen, Briefumschlägen und Aufklebern zum Einsatz, lassen sich aber noch in ihrer Nutzung auf zukünftige Produkte erweitern. 

Die Materialien spielen bei der Ausstattung auch eine wichtige Rolle, oder?

Eine sehr wichtige. Für uns ist die Haptik einer der Schlüsselfaktoren in der Kommunikation. Dabei kann sie kontrastieren oder eine harmonische Fortführung des Themas sein, je nach gewünschter Aussage. Beim Café Chiquilín haben wir deshalb »Boutique, So…wool« in ivory fleece und red tartan gewählt, ein mit Baumwollfasern versehenes Papier, das ein warmes und einladendes Gefühl vermittelt. Bezeichnend für das Thema sind auch die Träger der Speisekarten. Diese sind aus Pappel-Schichtholz und per Lasergravur mit dem Logo versehen. Das lädt zum haptischen Erkunden ein und mit der Zeit erhält das Holz die gewünschte Patina.  

Neben der CI und der Geschäftsausstattung haben Sie auch die Webseite entwickelt. Wie sind Sie dabei gestalterisch vorgegangen?

Wir wollten durch die Wahl der vollflächigen Hintergrundbilder dem Besucher das Gefühl geben, in die Welt des Chiquilín einzutauchen. Die Vignettierung der Bilder unterstreicht den nostalgischen Charakter im Bezug auf die Kaffeehäuser. Der One-Pager ist leicht bedienbar und lässt eine Optimierung für Tablets und Smartphones ohne größeren Aufwand zu.
In der Gestaltung einer Website hat sich in den letzten Jahren sehr viel verändert: Man erstellt nicht mehr ein Layout und gibt es dann an den Programmierer, der es eins zu eins umsetzt. Vielmehr legt man ein zum Corporate Design passendes Gestaltungsraster fest, das für die verschiedenen Auflösungen und Besonderheiten der Ausgabegeräte ausgelegt ist und im engen Dialog zur Programmierung weiterentwickelt wird.

Wer hat die Fotografien gemacht und wer war für die technische Umsetzung verantwortlich?

Die Fotografien stammen von Frederik Laux in der Programmierung arbeiten wir seit Jahren eng mit Mario Kober zusammen.

 

 


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