Zur Olympia 2012: Design als Doping

Zu den Olympischen Sommerspielen 2012 zeigt das Londoner Design Museum in »Designed To Win« wie neue Materialien, Technologien und Entwürfe den Sport revolutioniert haben.



In diesem Jahr wird bei den olympischen Spielen mit Oscar Pistorius erstmals ein Sprinter an den Start gehen, der auf High-Tech-Prothesen läuft. »Blade Runner« wurde der Bein-amputierte in der Presse getauft – und eine große Kontroverse rankt sich um seine Olympia-Teilnahme, darüber, ob seine Prothesen ihm Vorteile in Sachen Schnelligkeit bringen.

Den Zusammenhang von Sport und Design, von neuen Technologien, von Materialien wie Neopren und Karbonfasern und anderer Innovationen, die Athleten schneller, stärker und fitter gemacht haben, zeigt jetzt das Londoner Design Museum.

Doch die Ausstellung geht weit über das pure Design hinaus. Eng verknüpft mit Momenten, in denen Design eine entscheidende Rolle im Sport gespielt hat, werden die Geschichten von Sportlern und von Siegen erzählt, davon, wie Sport wiederum Design beeinflusst – und erforscht, wo die menschliche Fähigkeit zur Steigerung aufhört und der Wettkampf zwischen Designern, Ingenieuren und Wissenschaftlern beginnt.

Und gleichzeitig schaut die Ausstellung darauf, wie Design die Möglichkeiten für Menschen mit körperlichen Einschränkungen im Sport verbessert hat. Ein topaktuelles Thema – denn es wird ein Ereignis sein, wenn Oscar Pistorius am 4. August bei den Olympischen Sommerspielen in London an den Start geht.

Empfangen wird man in der Ausstellung mit Fotografien von großen Sportlern, es werden verschiedene Paralympics-Equipments gezeigt, High-Tech-Fahrräder, Boote, Bobs, Rennwagen, es geht um Kontroversen wie die Fahrradrennen-Bestzeit von Eddy Mercks, um Regeländerungen, die neue Technologien mit sich brachten, um die Diskussion um die Speedo Schwimmanzüge, um Helme, neue Zeitmessmethoden, Tennisschläger und auch um Sportmode von Stella McCartney, die das Outfit der britischen Olympioniken gestaltete (Abb. oben), die Besucher können innovative Fitness-Maschinen ausprobieren und eine Laufbahn mit Startblöcken ist ausgestellt, auf der man sich in die Position eines Athleten begeben kann.

Designed To Win, London Design Museum, bis 18. November 2012.


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