Von Instagram geküsst: Was ist aus der Muse geworden?

Ist die personifizierte Muse passé? Diese Bachelorarbeit geht dem Phänomen Muse auf die Spur.



Anaïs Nin, Kiki de Montparnasse, Charlotte von Stein und natürlich die neun Musen der griechischen Mythologie: Perso­nen (meist Frauen), die andere (meist Künstler) zu kreativen Leistungen inspirieren und anspornen, haben eine lange Tradition. Doch was ist im Zeitalter von Instagram, Influencern und Internet-Hypes aus der personifizier­ten Muse geworden? Antonia Kern be­gibt sich in ihrer Bachelorarbeit im Stu­diengang Kommunikationsdesign an der Hochschule Augsburg auf »Die Suche nach der Muse«.

In Text und Bild geht sie dem Phänomen der zwischenmenschlichen In­spiration auf den Grund, stellt Fragen und gibt Denkanstöße – jedoch keine Antwort. Ihr Buch soll eine Anleitung sein, sich Gedanken zu machen, so die Absolventin. Gestalterisch suchte sie den Mittelweg zwischen Lexikon und Bibel: wertig und aufklärend, aber doch emotional. Dabei hilft auch die Farbe Gelb: Sie kommt als einzige und nur punktuell zum Einsatz – immer dann, wenn eine Muse auftaucht.

Da es sich um ein intimes Thema handelt, wählte Antonia Kern ein kleines Format sowie einen Einband aus Kasch­mir­pa­pier. Das Spiel zwischen Typo­gra­fie und Bild wie auch die »Stimme« am unte­ren Seitenrand gefallen uns an dieser Arbeit besonders gut!


Für Antonia Kern ist die perso­nifizierte Muse Geschichte. Inspiration findet heute eher in situativen Begegnungen mit mehreren statt, so ihr Fazit.


Schlagworte: ,




Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren