Unklare Positionierung

… ist ein Fehler, den sich Creative Professionals sparen können. Teil 3 der Serie zum Thema »Fehler vermeiden« …



Vermeidbare Fehler in kreativen Berufen

Frischgebackene Grafikdesigner gestalten schon mal das Logo für den DaWanda-Shop der Freundin, dann eine Website für den Fußballverein im eigenen Stadtteil oder das Corporate Design für das Start-up eines Kommilitonen von früher . . . So ein Designbauchladen ist zu Anfang schon okay, aber irgendwann realisiert man, dass man sich spezialisieren und ein klares, für potenzielle Auftraggeber erkennbares Profil entwickeln muss. Hier zwei Anregungen als Entscheidungshilfe, mehr dazu gibt’s hier.
Eigene Vorlieben finden. Was man gerne macht, macht man zumeist auch gut. Welches der letzten Projekte ging Ihnen leicht von der Hand? Hat Sie das Thema interessiert, die Technik, das Team oder die Arbeitsweise? Wenn Sie sich beim Logodesign schwertun, aber die Konzeption einer Website sie begeistert, wissen Sie doch, wo es langgeht.
Machen, was der Markt hergibt. Bevor Sie sich in irgendeine Richtung spezialisieren, sollten Sie den Markt sondieren. Nach was besteht Nachfrage? Und wo? Wenn der potenzielle Kunde nicht in Deutschland sitzt, dann vielleicht am anderen Ende der Welt. Die Illustratorin Carolin Löbbert verkauft ihre Arbeiten in Japan.

Mehr Fehler, die sich Kreative sparen können:

Peinliche Ordner

Manchmal ist man genervt von einem Kunden, weil dieser dauernd Zwischenstände oder neue Entwürfe sehen will. Schnell hat man dann dem Projektordner einen lustigen Namen verpasst wie »Tausendste Variante für unseren Freund Jan«. Bei der nächsten Präsentation kann es allerdings peinlich werden, wenn man den Ordner aufrufen muss. Jeder kann den Namen über den Beamer lesen – und man wünscht sich an einen anderen Ort.

Briefing nicht hinterfragt

Manchmal arbeiten agile Teams drauflos und vergessen, dass die von ihnen entwickelten Personas auf Annahmen basieren. Damit man als UX Designer nicht am Schreibtisch erfundene Userbedürfnisse erfüllt, muss man diese erst einmal verifizieren, indem man Prototypen baut und diese real mit der Zielgruppe testet. Erst dann sollte man in die tatsächliche Entwicklung gehen. Die Vorgaben der Kollegen sollten UX Designer nicht einfach so hinnehmen (ebenso wenig wie die des Kunden). Würden Briefings häufiger kritisch hinterfragt, würden nicht rund 25 Prozent aller Apps laut Statista nur einmal geöffnet und dann nie wieder.

 

 

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