So läuft die Auftragsvergabe in einem großen DAX-Konzern

Wie werden Aufträge in großen Unternehmen vergeben? Streng nach Procurement-Vorschrift!



In PAGE 10.19 beschäftigen wir uns mit der Blackbox Auftragsvergabe und zeigen, wie Agenturen und Freelancer ihre Chancen erhöhen. Hier ein Beispiel aus einem DAX-Konzern mit über 20.000 Mitarbeitern.

DAX-Unternehmen 
mit über 20 000 Mitarbeitern:
Vergabe nach 
Procurement-Vorschrift

Anonym, Fachbereichsleiter

Bei uns gibt es nicht eine einzige Anlaufstelle für Designer, sondern verschiedene, je nach Disziplin und Fachbereich – etwa UX Design, Werbung, Innovations- oder Service Design. Wir schreiben selten aus, sondern wenden uns meist gezielt an bestimmte Dienstleister.

Wir suchen immer nach dem bestmöglichen Angebot – der Preis ist dabei aber nur ein Aspekt unter mehreren.

Unter einem bestimmten Budget dürfen wir Aufträge ohne Vergleichsangebote vergeben, aber meist müssen wir gemäß Procurement-Vorschrift mehrere Angebote einholen. Wenn wir uns nicht für den günstigsten Anbieter entscheiden, müssen wir das ordentlich begründen. Das geht beim Design oft ganz gut, weil es hier viele Spezialdisziplinen gibt und fast jeder Anbieter einzigartig ist. Wir suchen immer nach dem bestmöglichen Angebot – der Preis ist dabei aber nur ein Aspekt unter mehreren. Das versteht auch der Einkauf. Pitches machen wir im Design weniger, weil es hier mehr darum geht, auf persönlicher Ebene langfristig gut miteinander arbeiten zu können.

Große Unternehmen wie unseres haben generell Interesse an Core-Partnern, mit denen sie Rahmenverträge und Auftragsvolumen zu Festpreisen vereinbaren können. Das erleichtert die internen Bestell- und Abrechnungsprozesse enorm. In dieses Roster kommt man vor allem durch wiederholt gute Leistung – im Gegenzug kann man bei schlechter Arbeit auch wieder herausfallen.

Natürlich ist es angenehm, mit Partnern zu tun zu haben, die Expertise für meinen Bereich aufgebaut haben. Aber ich arbeite auch gerne mit einem Set von drei bis fünf Agenturen und hole ab und zu neue Anbieter als Challenger dazu. Die brillantesten Köpfe arbeiten nun mal nicht alle in derselben Agentur. Ich bekomme gefühlt täglich zehn Anfragen von Designagenturen via XING und LinkedIn. Ich versuche, sie mir alle anzugucken und mich zurückzumelden. Die interessantesten merke ich mir und nehme Kontakt auf, wenn Bedarf besteht.


Weitere Einblicke in das Mysterium Auftragsvergabe in Unternehmen und im öffentlichen Sektor lesen Sie in PAGE 10.19, die Sie hier bestellen können!

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