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Musik für die Augen: Senquenz-App

Die Senquenz-App von David Kaipf nutzt GPS-Tracking für location-based Visuals

Übersicht Visuals Senquenz-App
Musik für die Augen: Die Senquenz-App bietet ein persona­lisiertes visuelles Erlebnis, indem sie abhängig von GPS-Standort und Tageszeit Motion Graphics zu einem beliebigen Audio­input generiert

Fachhochschule Augsburg. Ortsbasiertes Audio und Musikvisualisierung liegen im Trend – das stellt David Kaipf mit seiner Bachelorarbeit im Studiengang Interaktive Medien unter Beweis. Seine Browser-App Senquenz.de bietet personalisierte Musik-Visuals zu jeder Zeit an jedem Ort: Zeitpunkt und Standort der Nutzung spielen dabei eine besondere Rolle, denn Tageszeit und Umgebung beeinflussen die Motion Graphics auf der Website. Wenige Meter Unterschied und der voranschreitende Sonnenstand könnten ein neues, einzigartiges Ergebnis auslösen.

Senquenz-App Lila

Erlaubt man dem Browser den Zugriff auf GPS-Tracking und Mikrofon des Endgeräts, erzeugt Java­Script-Code die Live Visuals zur jeweiligen Soundumgebung. Das kann das eigene Zuhause oder eine Party, Bar oder Diskothek sein – die Mapbox Tilequery API ermöglicht es, topografische Informationen wie Höhen­unterschiede, Strukturgrößen, Urbanität und Gewäs­ser eines Standorts abzufragen. Jeder dieser Parameter nimmt dann auf seine Weise Einfluss auf Form, Farbe, Größe und Bewegung der Visualisierung. »Das Feintuning der Parameter war hier besonders wichtig, weil man durch den generativen Gestaltungsprozess die Kontrolle über die Darstellung abgeben muss«, so Kaipf. Wir finden, das ist sehr gut gelungen und eine schöne Bereicherung für jede Audioerfahrung.

Senquenz-App Kreise

David Hendrik Kaipf ­interessiert sich neben der Anwendungs­entwicklung besonders für generative Gestaltung. Demnächst wird er seinen Master im Studiengang Zeitabhängige Medien/Sound – Vision – Games an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg beginnen.

 

 

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