Verzweifelter BVPA-Aufruf


Der Bundesverband der Pressebildagenturen und Bildarchive (BVPA) versucht dem Preisverfall in der Stockbildbranche Einhalt zu gebieten… 




Der Bundesverband der Pressebildagenturen und Bildarchive (BVPA) versucht dem Preisverfall in der Stockbildbranche Einhalt zu gebieten… 

Ach, waren das noch Zeiten, als der Arbeitskreis Mittelstandsgemeinschaft Foto Marketing (MFM) des BVPA anno 1986 begann, die Preise auf dem Bildermarkt zu beobachten und seine alljährliche Honorarübersicht herauszugeben. Seit es Microstock gibt, ist das alles mehr oder minder obsolet. Nun erreicht uns ein Untergangsszenario des BVPA mit der Forderung nach angemessen Honoraren. Ob das die Verlage beeindrucken wird??? Immerhin ist es einen Versuch wert. Hier der komplette Text des Aufrufs. 

Kostendruck auf Bildagenturen wächst


Bildagenturen und Bildarchive sind in der heutigen digitalen, vernetzten Welt wichtige und wertvolle Partner für Verlage und Bildeinkäufer. Die Bildagenturen/ Bildarchive stellen rund um die Uhr qualitativ hochwertiges Fotomaterial dem Markt zur Verfügung. Fotos werden durch qualifiziertes Fachpersonal gesichtet, ausgewählt, editiert und verschlagwortet, und das bei steigenden Personal- und Nebenkosten. Bilddatenbanken müssen technisch auf dem neuesten Stand sein, und Fotos müssen 24/7 per ftp in die Redaktionen geschickt werden. Durch aufwendige Betextung und Verschlagwortung und durch eine qualifizierte Vorauswahl leisten die Bildagenturen einen erheblichen Beitrag dazu, dass die Bildeinkäufer schnell und damit kostengünstig die benötigten Bildmotive finden und erhalten können.


Auf der anderen Seite steigt seit Jahren der Druck seitens der Verlage auf die Bildagenturen. Bildhonorare werden gedrückt, Kosten wie Bearbeitungskosten, Download- oder Bereitstellungskosten wollen von den Verlagen nicht mehr bezahlt werden, und das bei sinkenden Bildhonoraren, die Talsohle ist erreicht! Die Wirtschaftlichkeit einer Bildagentur, die bei sinkenden Honoraren weiterhin qualitativ hochwertiges Fotomaterial liefern soll, wird dadurch gefährdet.


Wir, der BVPA, fordern die Verlage auf, für qualitativ hochwertiges Bildmaterial ein angemessenes Bildhonorar zu zahlen. Wir gehen davon aus, dass es den Verlagen auch in Zukunft wichtig sein wird, vielfältiges Bildmaterial zu beziehen, und das von zuverlässigen Partner mit unterschiedlichen Angeboten. Bei weitergehenden

Preisreduzierungen bei Fotohonoraren und Servicekosten wird die Konsequenz sein, dass Bildagenturen schließen und die Vielfalt und das Angebot sich reduzieren wird, und das kann nicht im Sinne der Bildeinkäufer sein.


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