Still-Leben mit Tier

Eine Albino-Tigerpython namens Napoleon, Kapuzineräffin Ronja, Stachelschwein Carrie, Kakadu Cookie, der sanfte Widderhase Tyson sowie ein namenloser japanischer Bantam-Hahn gehörten zu den Modellen eines ungewöhnlichen Shootings von Attila Hartwig für »Sleek«.



Und was ist das Tier auf dem Cover der gerade erschienenen Ausgabe? Es sieht wie ein mysteriöses, besonders hübsch geratenes Fabelwesen à la Wolpertinger aus, ist aber ein ganz normales südamerikanisches Alpaka. Nur ein bißchem umfrisiert, denn normalerweise lässt sich diese Sorte Alpakas die Haare lässig ins Gesicht fallen… 

Das Magazin »Sleek« – nebenbei gesagt eine meiner Lieblingszeitschriften – widmet bekanntlich jede seiner Ausgaben einem begrifflichen Gegensatzpaar. Diesmal heisst es Flora/Fauna und so kam es, dass »Sleek«-Artdirektor Christian Küpker und Fotograf Attila Hartwig das Hotel Kraatz in Velten bei Berlin besuchten – beziehungsweise dessen Streichelzoo. Dort entstanden das Cover-Foto sowie Bilder für eine Modestrecke. 

Ein bißchen Bedenken habe er anfangs gehabt, so Christian Küpker, denn schließlich handelte es sich nicht um trainierte Tiere. Aber alle waren sehr brav, so berichtet er – eines der Alpakas erwies sich fast als geborenes Model. »Alpakas machen sehr niedliche Geräusche. Eines der Tiere hat nach jedem Fotoblitz miuh gerufen und die Pose gewechselt.« Attila Hartwig hatte in die Ställe ein kleines mobiles Set mitgebracht, das hauptsächlich aus schwarzem Molton und einem Blitzgerät bestand. »Die Tiere sind nicht zu uns in Studio gekommen, sondern wir zu ihnen – und wir haben sie so fotografiert, wie sie waren.« Was passieren würde, war nicht planbar. Kapuzineräffin Ronja ist zum Beispiel selbst so unter das Hermès-Tuch geschlüpft, dass sie aussieht wie eine biblische Gestalt aus einem mittelalterlichen Gemälde. Und nur zur Beruhigung von Tierfreunden: Tyson und Napoleon wurden nicht wirklich gemeinsam fotografiert, sondern am Computer zusammenmontiert. 

Und hier noch ein paar Bilder vom Shooting mit Attila Hartwig:

Vertrauensbildende Maßnahmen


Solidarisierung mit den Models

Der Schein trügt: Es war nicht eigens ein Hairstylist für das Alpaka beim Shooting dabei


Schlagworte: ,




Kommentieren

Einfach mit dem PAGE Account anmelden oder Formular ausfüllen

Name *

Email *

*Pflichtfeld

Ihr Kommentar *

 
 

Das könnte Sie auch interessieren