Starke Frauen und die Kunst der Collage

Jede eine Persönlichkeit: Die genialen Paperdolls der Schweizer Künstlerin Klaudia Schifferle …



Ein Rock aus einer Autotür, Elektrostecker-Füße und eine Hundeschnauze, dazu echte Haare und ein muskulöser Arm: Mensch, Tier und Objekt verbinden sich in den Papiercollagen von Klaudia Schifferle zu aufmüpfigen, witzigen Figuren – und jede scheint ihren ganz eigenen Charakter zu haben.

Kein Wunder, dass diese Gestalten Namen wie BlingBlingBiene, SportGans, SanitärStylistin oder StöckelschuhTucan tragen, wie gleich zu Anfang von »152 Paperdolls« zu erfahren ist, dem wunderschönen neuen Bildband der Schweizer Künstlerin.

Bekannt wurde Klaudia Schifferle Ende der 1970er Jahre mit der durchweg weiblichen Post-Punk-Band Kleenex, die sich 1980 LiLiPUT umbenannte und heute noch als legendär gilt. Sowohl ästhetisch als auch inhaltlich haben die Papiercollagen also eine schlüssige Vorgeschichte. 

Erschienen ist »152 Paperdolls« bei Edition Patrick Frey in Zürich, ein regelmäßig für seine schönen Publikationen ausgezeichneter Verlag. Die Buchgestaltung übernahm Trix Wetter, die alle Paperdolls mit glänzendem Lack versah und so die Buchseiten auch haptisch zum Erlebnis macht. Die Schrift auf dem Cover ist ebenfalls lackiert und schön anzufassen.

Auch Trix Wetter ist in der Züricher Kreativszene lange bekannt. Sie entwarf 1984 das Design für die kultige Kunstzeitschrift »Parkett« und gestaltete Erscheinungsbilder für die Kunsthalle Zürich und das Fotomuseum Winterthur. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Klaudia Schifferle: 152 Paperdolls
Edition Patrick Frey Nº 266
Gestaltung: Trix Wetter
Broschiert
160 Seiten, 152 Abbildungen
30 x 22 cm
ISBN 978-3-906803-66-1
52 Euro
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