Porträt der Woche: Protey Temen, Illustrator

PAGE gefällt …: Illustrationen von Protey Temen, die weit entfernt davon sind, Dinge einfach zu bebildern, die ein eigenständiges Leben führen und Teil eines großen Plans sind.




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Name Protey Temen

Location Moskau

Web www.proteytemen.com

Start Ich habe zwischendurch gleich zwei mal die Universität gewechselt bevor ich Illustrator wurde. Erst war ich auf dem Moskauer »Humanitären Institut für Radio und Fernsehen«, dann auf dem »Internationalen Institut für Werbung«, das ebenfalls in Moskau ist.

Stil Vor ein paar Jahren habe ich mich mit den russischen Konstruktivisten der 20-er und 30-er Jahre beschäftigt: mit Malewitsch, Kandinsky, El Lissizky und anderen. Ich war beeindruckt von der Geschichte der Bewegung und von dem Konzept, das hinter der frühen abstrakten russischen Kunst stand. Mittlerweile muss ich sagen, gibt es keine Vorbilder mehr, an denen mein Stil sich orientiert. Ich versuche vielmehr Ausdrucksmöglichkeiten zu finden, die sich nicht so stark an der Form sondern vielmehr an mir persönlich orientieren. Für diesen Weg ist mein guter Freund Dima Kavko ein gutes Beispiel. Ich war immer von seiner Arbeit und seinen Ideen inspiriert und vor zwei Jahren haben wir uns zu einer Künstler-Gruppe zusammengeschlossen, die wir Gruppa Krovi nennen – und diese Zusammenarbeit beeinflusst mich sehr.

Lieblingsmotive Clipart, Collagen, abstrakte Logos. Diese nenne ich »The Logos« und sie können verändert oder transformiert werden oder Teil einer größeren Form werden. Ich benutze sie als Bausteine in den verschiedenen Arbeiten. Auf die Musik übertragen sind sie für mich wie ein Kompositionssystem, in dem Noten, die willkürlich miteinander kombiniert werden eine Melodie ergaben.

Inspiration Vor ein paar Jahren hab ich bemerkt, dass die ganze Inspiration, die man sich im Internet holen kann, in diesen stark bildorientierten Blogs, gar nicht so gut für mich funktioniert wie ich immer dachte. Ich finde es ist schwierig etwas eigenen zu kreieren, wenn man immer die Arbeiten von anderen im Kopf hat. Mittlerweile schaue ich mich lieber in der Welt um, die mich umgibt und suche dort nach Lösungen. Jedes noch so nichtige Detail irgendwo auf der Straße oder im Supermarkt kann den Anstoß zu einem neuen Projekt geben.

Technik Meine Arbeiten sind eigentlich digitale Collagen, doch ich bezeichne sie lieber als »Clipart«. Dieser Begriff drückt eher aus, wovon ich nicht aufhören kann zu träumen: eine Sprache zu entwickeln, die auf Bildern basiert und aus sich wiederholenden Formen besteht. Im Grunde gestalte ich im Moment noch alleinstehende Formen, die weder stilistisch noch semantisch miteinander verbunden sind aber bereits Teil einer großen Konstruktion.

Agent keinen

Weitere Russische Kreative stellen wir in der PAGE 09.11 und auf viele ihrer Bilder auf page-online.de vor.


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