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Porträt der Woche: Inga Israel

PAGEgefällt…: Illustrationen von Inga Israel aus Berlin, die in kräftigen Farben, mit schönsten Texturen und aufregenden Metaphern Gedanken balanciert, Herzen lüftet und das Unbewusste visualisiert – und ein ganz besonderes Paradies imaginiert.

Porträt einer lächelnden Frau vor rosafarbenem Hintergrund; sie hält über ihrem Kopf einen gerahmten Kunstdruck mit abstrakten Formen in Blau-, Rosa- und Orangetönen.Bild: Inga Israel

Name
 Inga Israel

Location
 Berlin

Web ingaisrael.de
Instagram @ingaisrael

Start So richtig ernsthaft habe ich erst nach meinem Studium (Design & Visuelle Kommunikation an der Hochschule Anhalt in Dessau) angefangen zu illustrieren. Davor habe ich auch mal Produktgestaltung studiert, aber das war mir zu technisch. Nach dem Abschluss habe ich 5 Jahre als Grafikdesignerin bei Designagenturen in Berlin gearbeitet. Zur Illustration bin ich durch meinen Bruder gekommen – er hat Lyrik und Prosa geschrieben und wir wollten unbedingt ein gemeinsames Buchprojekt machen. Er hat die Texte geschrieben und ich habe sie layoutet und illustriert. Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich entschieden habe, viel mehr Zeit in die Illustration zu stecken. In den Agenturen habe ich zwar auch ein bisschen illustriert, aber das war mir zu wenig. Deswegen habe ich 2016 beschlossen, nur noch als freie Illustratorin zu arbeiten.

Stil
 Ich kombiniere in meinen Arbeiten sowohl digitale als auch analoge Elemente. Es ist mir wichtig, farbenfrohe und lebendige Bilder mit Persönlichkeit zu schaffen. Meistens arbeite ich flächig mit kräftigen Farben und bringe oft Texturen, wie Grain-Effekte in die Komposition. Das gibt dem Ganzen mehr Tiefe. Früher habe ich oft auch fotorealistische Strichzeichnungen mit flächigen Elementen vermischt, das kommt aber nur noch selten vor. Die Kompositionen haben meistens etwas Aufgeräumtes, manchmal sogar etwas Ikonisches.

Lieblingsmotive 
Illustration kann um die Ecke denken, indem es Sehgewohnheiten bricht und damit witzig, intelligent & erzählerisch auf Sachverhalte aufmerksam macht. Deswegen mag ich sehr gerne visuelle Doppeldeutigkeiten, die besonders bei Editorial Illustration gefragt ist. Darüber hinaus finde ich auch Character, skurrile Welten und Landschaften sehr spannend.

Technik

 Erste grobe Bildideen entstehen im Skizzenbuch, dann geht’s weiter zum iPad. Dort erstelle ich die finalen digitalen Skizzen im Adobe Fresco und wechsle dann am Laptop zu Photoshop und mache dort die Komposition fertig. Wenn es keine Korrekturen mehr vom Kunden gibt, geht es in die farbige Umsetzung. Das mache ich meistens im Photoshop, oder falls es Vektoren sein sollen, im Illustrator.
 Für Risographie-Drucke oder andere Drucksachen, wo Typografie inkludiert sein soll (Plakate, Bücher oder Magazine) geht es auch mal in Indesign.

Inspiration 
Ein Ortswechsel ist immer Gold wert, im besten Fall ein anderes Land oder eine komplett andere Kultur. Daraus ziehe ich mir die meiste Inspiration. Wenn ich unterwegs bin, mache ich viele Fotos ohne ein konkretes Projekt im Kopf zu haben. Alles, was ich visuell spannend finde, inspiriert mich. Wenn ein konkretes Projekt ansteht, schaue ich dann durch meine Fotoordner. Dabei hilft besonders gute Musik, um in die richtige Stimmung zu kommen.
 Für meine Illustrationen finde ich aber auch Anregungen in der Malerei, zum Beispiel finde ich die Arbeiten von Thilo Baumgärtel ganz toll. Aber natürlich auch andere Illustrator:innen wie zum Beispiel Ana Galvañ, Julia Kluge, Kati Szilagyi, Jill Senft begeistern mich regelmäßig.

Kunden 
Warner Music, Demeter, Tafel Deutschland, Volksbanken Raiffeisenbanken, Fraunhofer Institut, Wort und Bild Verlag, Funke Mediengruppe, Metro, rbbKultur, COOP, Neue Narrative, GEO Wissen, Psychologie Heute, Messe Frankfurt, FAZ u. v. m.

Agent:in
 Nein

Stillleben aus stilisierten Lebensmitteln auf Teller: Aubergine, Apfelhälfte, Ei, Bohnen, Frühlingszwiebeln und Rettich; oben sitzt eine kleine Gummibärchenfigur.
»Nachhaltige Ernährung« – Illustration für das Myself Magazin Bild: Inga Israel
Magazin-Doppelseite mit Überschrift »Wie ihr Unconscious Bias erkennt und verringert«; Illustration eines Kopfes, dessen Gesicht teilweise von Wolken verdeckt wird, in pastelligen Blau- und Grüntönen.
»Unconscious Bias« – Illustration für das Neue Narrative Magazin Bild: Inga Israel
Abstrakte Illustration zweier organischer Figuren in Pastellfarben, die sich einander gegenüberstehen; zwischen ihnen eine dunkle, verbindende Form vor dunkelgrünem Hintergrund.
»Uneindeutiger Verlust I« – freie Arbeit, ausgezeichnet mit dem 3×3 Illustration Award Bild: Inga Israel
Abstrakte Komposition aus organischen Formen in Rosa, Grün, Ocker und Schwarz auf schwarzem Hintergrund; darunter ein geometrischer Körper mit Türöffnung.
»Uneindeutiger Verlust II« – freie Arbeit, ausgezeichnet mit dem 3×3 Illustration Award Bild: Inga Israel
Abstrakte Illustration überlagerter organischer Formen in Rosa-, Grün- und Ockertönen, durchzogen von dünnen Linien wie einem Netzwerk vor hellviolettem Hintergrund.
»Uneindeutiger Verlust III« – freie Arbeit, ausgezeichnet mit dem 3×3 Illustration Award Bild: Inga Israel
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