Pixel zum Anfassen

Der US-amerikanische Künstler Shawn Smith kreiert in seiner Serie »Re-things« dreidimensionale Skulpturen aus pixeligen Internet-Bildern.



Bild Shawn Smith Re-Things

Der US-amerikanische Künstler Shawn Smith kreiert in seiner Serie »Re-things« dreidimensionale Skulpturen aus pixeligen Internet-Bildern.

Shawn Smith ist 1972 geboren, im selben Jahr wie der Game-Klassiker Pong. »Videospiel-Bilder von Menschen, Dingen und Tieren umgeben mich schon mein ganzes Leben«, sagt er. »Ich habe mich zunehmend dafür interessiert, wie Dinge – physisch und konzeptuell – verzerrt werden durch die Übersetzung von Objekten in Pixel. Als Künstler bin ich daran interessiert, wie diese Objekte in Pixel übersetzt werden und dann wieder zurück in die materielle Welt. Es fasziniert mich, was sich dabei verändert, verzerrt wird und was “lost in translation” geht.«

Um das zu untersuchen, nimmt sich Shawn Smith zweidimensionale Bilder vor, die er im Internet findet – Fotos von Tieren, Objekten, Lagerfeuer, … – und kreiert daraus Pixel für Pixel »Re-things«, Skulpturen aus Sperrholz oder Plastik. Die Form des Motivs wird dabei abstrahiert, die Farben durch die Pixel destilliert, und es wird klar, welche Rolle jedes einzelne Pixel für die Identität des Objekts spielt.

Digitales wird somit wieder greifbar und handwerklich. Auch das ist eine grundlegende Idee von Smith – er befasst sich ersterhand mit Dingen, von denen wir uns in der heutigen Zeit immer mehr entfernen, indem wir, wie er sagt, »die Welt durch einen Bildschirm beobachten«.



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