Japanische Fotografie: Shomei Tomatsu und Daido Moriyama

© Shomei Tomatsu

Die Michael Hoppen Gallery in London widmet Shōmei Tōmatsu und Daido Moriyama eine Ausstellung. 



Die Michael Hoppen Gallery in London widmet Shōmei Tōmatsu und Daido Moriyama eine Ausstellung. 

Der eine begab sich in die Rotlichmileus in Tokio, der andere spürte die Spuren des Atombombenangriffs Nagasaki nach. Daido Moriyama and Shomei Tomatsu haben die japanische Fotografie des 20. Jahrhunderts mit ihren Sujets und Stil geprägt. Ihnen beiden widmet nun die Michael Hoppen Gallery in London eine Ausstellung. 

Shōmei Tōmatsu, 77, ist ein Autodidakt und Vorbild für den jüngeren Daido Moriyam. Bekannt wurde Tōmatsu mit seiner Fotoserie über Nagasaki nach dem Atombombenangriff. Im Auftrag des Japanischen Rats gegen Atom- und Wasserstoffbomben reiste er in die Stadt und dokumentierte die Spuren, die die Atombombe an den Gebäuden und in Form des Schreckens in den Menschen hinterlassen hat. In seinen späteren Projekten setzt er sich kritisch mit Japan auseinander. So kontrastiert er in seinen Bildern unter anderem die Amerikanisierung Japans mit der gelebten japanischen Kultur jenseits der US-amerikansichen Militärbasen. Auch die Studentenunruhen hielt Tōmatsu in seinen Bildern fest.

Daido Moriyama, 72, studierte Design und Fotografie in Kobe, Japan, und wurde maßgeblich von Tōmatsu geprägt. Anfang der 60er wechselte er nach Tokio. Dort entstehen auch seine wichtigsten Fotoserien. Ohne einen Blick durch den Sucher fotografiert Moriyama das Rotlichtmileu und seine Menschen.

Die Ausstellung startet am 9. September und endet am 9. Oktober.

© Shomei Tomatsu

© Daido Moriyama

© Shomei Tomatsu

© Daido Moriyama


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