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Die Gewinner:innen des Global Healthcare Illustration Award

Zum ersten Mal wurde in diesem Jahr der AOI – Global Healthcare Illustration Award vergeben. Die Arbeiten und ihre Themen sind eindrücklich – und auch, wie die Gold-Gewinnerin auf ihre Auszeichnung reagiert.

Gemeinsam mit Eradigm Consulting, einer Londoner Unternehmensberatung aus dem Pharmabereich, hat die Association of Illustrators (AOI) den ersten Global Healthcare Illustration Award ausgerufen.

Mehr als 2000 Beiträge aus aller Welt wurden eingereicht und 50 von ihnen auf eine Shortlist gesetzt. Darunter eine Illustration von Owen Gent für das Zeit Magazin.

Eine Jury hat schließlich die drei Gewinner:innen gekürt. Geführt von dem Illustrator Luca D’Urbino, der unter anderem für The New York Times und Hermés arbeitet, gehörten ihr hochkarätige Artdirektor:innen an: Ben Shmulevitch vom Londoner The EconomistJennifer Prandato vom Time Magazine, New York, Malin Schulz von Die Zeit und Stefano Cipolla vom Mailänder L’Espresso.

Bronze beim Global Healthcare Illustration Award

Bronze mit einem Preisgeld von 1000 britischen Pfund, haben sie an die britische Illustratorin Gail Armstrong vergeben, die das Briefmarkenset »World Toilet Day« der Vereinten Nationen gestaltet hat.

Den »World Toilet Day«,  der auf die Milliarden von Menschen aufmerksam macht, die keinen Zugang zu sicheren sanitären Einrichtungen haben, illustrierte sie mit drei verschiedenen Papierskulpturen, die zeigen, was eine sichere sanitäre Einrichtung ermöglicht: Gesundheit und Hygiene, die Wiederverwendung von Abwasser als Dünger, der für eine bessere Ernährung sorgt und Zugang zu Bildung, wie sichere Toiletten sie zum Beispiel  für pubertierende Schulmädchen garantieren.

Gail Armstrong fertigt seit 35 Jahren Papierskulpturen an und die Jury war begeistert von ihrer meisterhaften Ausführung und der sensiblen Umsetzung des Themas:

Gail Armstrong: »World Toilet Day«

Silber beim Global Healthcare Illustration Award

Silber und ein Preisgeld von 2.000 britischen Pfundm vergab die Jury an den litauischen Illustrator Karolis Strautniekas, der in seiner Arbeit »The Long Shadow of the Pandemic« von Covid-19 und der Hoffnung auf einen Impfstoff erzählt, den sie als Licht am Horizont visualisiert.

Im Oktober 2020 ist die Illustration für einen Artikel im Wall Street Journal entstanden, der erklärt, wie Covid-19 alles verändern wird – von der Arbeit bis zur Politik und globalen Lieferketten.

Das setzt der Karolis Strautniekas, der unter anderem für The New York Times arbeitet, in einem Sturm um – und die Jury war zusätzlich von der Komposition und Dynamik der Illustration beeindruckt. Davon, dass es die Herausforderungen zeigt, aber gleichzeitig Hoffnung gibt:

Karolis Strautniekas: »The Long Shadow of the Pandemic«

Gold beim Global Healthcare Illustration Award

Der Hauptpreis hingegen, Gold und mit 3.000 britischen Pfund dotiert, geht an »A Case of Sound Pollution« von Anna Khokhlova.

Nach Berichten von ukrainischen Geflüchteten, die nach erlebten Luftangriffen von ihren posttraumatischen Reaktionen auf laute Geräusche erzählten, begann Anna Khokhlova an dem Thema zu arbeiten – und weitete es auf die zunehmende Lärmbelästigung auf und die Probleme, die Menschen mit Autismus, Demenz oder PTBS damit haben.

Die Jury honorierte diese Arbeit mit Gold, da sie eine bestimmte Situation aufnimmt und sie gleichzeitig erweitert und ein ganzes Spektrum psychologischer und physischer Probleme zeigt. Darüber hinaus sorgen die grafischen Elemente und die Szenerie dafür, dass man die Illustration quasi selber »hört«.

Anna Khokhlova ist eine Illustratorin aus Moskau, die in Großbritannien studiert hat und seit dem Angriffskrieg auf die Ukraine Geflüchtete unterstützt. Ihr Preisgeld möchte sie deswegen an eine vom AOI ausgewählte Geflüchtetenorganisation spenden.

Anna Khokhlova: »A Case of Sound Pollution«

 

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