3D-Portal mitten in der Großstadt
Am Potsdamer Platz in Berlin gibt es jetzt eine 3D-Werbung in gigantischer Größe, die viele Blicke auf sich zieht. PAGE hat beim CEO von met[ads] nachgefragt, warum das faszinierendes Storytelling ist.

Wenn ein Auto aus einer Häuserfassade herauszufahren scheint, wirkt das schon ziemlich futuristisch. Am Potsdamer Platz in Berlin, der sich mitten in der City befindet und täglich sehr belebt ist, wurde ein riesiges 3D-Portal von met[ads] installiert.
Das Auto fährt aber nicht nur aus dem Haus heraus, sondern ist mit dem Boden synchronisiert. Es bewegt sich, genau genommen, vom Fußboden über die 3D-Screen-Fassade hinaus und verbindet diese beiden Touchpoints optisch miteinander. Wie ein begehbares 3D-Portal, über das seit dem 14. September auch tatsächlich Menschen laufen können.
Boden und Screen miteinander verknüpft
Das Besondere an diesem Werbeeinsatz ist die Verknüpfung zwischen diesem LED-Portal am Boden mit dem riesigen 3D-Screen an der Fassade und der synchronen Bespielung der zwei Flächen. Das hat man bislang so noch nicht gesehen.
Um dem Ganzen das richtige Storytelling zu verpassen, wurde das 3D-Portal so konzipiert, dass die Flächen aufeinander reagieren. Also wo eine Handlung beginnt, wird sie auf der anderen Fläche weitergeführt.
Das Storytelling startet so, dass ein Kamera-Roboter auftaucht und gewissermaßen den Kontakt anstößt. Zu diesem Zeitpunkt sind die Flächen noch verhüllt. Das Auto, in dieser Werbung ist es für den neuen Nissan, startet dann im Portal und fährt nach oben zur Fassade, wo es anschließend aus dem Bildschirm herauszufahren scheint. Der Roboter bleibt dabei unten auf dem Boden.
Entwickelt wurde das Portal von Ocean Outdoor. Diese Werbefläche ist mit ihrem gebogenen Bildschirm ziemlich wuchtig und misst 257 Quadratmeter. Und weil das Ganze über die Ecke angelegt ist, gibt es diesen anamorphen Effekt.
Der begehbare 3D‑HD-Screen verfügt insgesamt über fünf Screens mit insgesamt 80qm Fläche. Er misst 4,5 × 4,5 m × 2,8 m.
Werbung, für die man stehenbleibt
Auf Anfrage von PAGE hat Lukas Flöer, CEO von met[ads] aus Düsseldorf, erläutert, warum das dreidimensionale Storytelling so überraschend und faszinierend ist.
»Dieser Moment überrascht die Leute, weil sie das von einer klassischen Werbefläche nicht kennen. Und dann bleiben sie stehen, weil sie sehen wollen, wie es weitergeht. Genau darum geht es mir: Werbung, für die man gerne stehen bleibt, die einen nicht langweilt oder nervt. Solch ein Moment passiert aber nicht von allein. Er entsteht nur, wenn das Creative sitzt: Licht, Schatten, Perspektive und alles exakt auf diese Fläche angepasst wird.«
In Zeiten, in denen die meisten Menschen für Werbung längst einen inneren Ad-Blocker haben, wie er sagt, zieht dieser Ansatz in jedem Fall die Blicke auf sich – anschauen kann man das Portal bis zum 30. September 2026 mit weiteren Autobrands.

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