Mit der Kollektion Konstrunda möchte Ikea Kunst für alle erschwinglich machen und bietet in limitierter Auflage 22 Objekte von sieben Künstler:innen, Designer:innen und Kreativen. Ist der Run darauf vorprogrammiert?
Die Kunst von Ikea kommt mit einer klaren Ansage: dass Kunst für alle zugänglich sein sollte und nicht nur ein Luxus, der Galerien vorbehalten ist, wie es von Karin Gustavsson, Creative Leader der Ikea-Kunstkollektion, heißt.
Seine eigene Kunst-Kollektion hat Ikea Konstrunda getauft, was »Kunsttour« bedeutet – und die führt zu den Arbeiten von sieben Künstler:innern, Designer:innen und Kreativen, die aus dem Bereich der Keramik, der Glaskunst, der Textilgestaltung oder Innenarchitektur kommen.
22 Objekte sind entstanden, bei denen sie »eigenständig auf einer leeren Leinwand« gearbeitet haben.
Wichtig war Gustavsson, dass die »Kunsttour« die unterschiedlichsten Stimmen und Generationen versammelt und dazu eine Vielfalt an Ausdrucksweisen.
Dafür sorgt unter anderem die Möbeldesignerin Andu Masebo, die einen Glastisch mit einem massiven Chromrahmen entworfen hat und dazu Holzblöcke, die jeder nach Bedarf nutzen kann. Die Glas- und Keramikkünstlerin Lisa Reiser hingegen hat mundgeblasene Objekte angefertigt, während sich die schwedische Designerin Lisa Hilland ganz auf den demokratisierenden Moment der Kollektion konzentriert hat. Mit Kiefernholz, das so zentral für Ikea ist, hat sie einen Hocker konzipiert und zudem eine orangefarbene Keramikskulptur, die schon vor Erscheinen der Kollektion wie deren Signature Piece wirkt.
Emanuele Stamuli, der auf Innenarchitektur für luxuriöse Modeläden spezialisiert ist, schuf minimale schwarzweiße Objekte, die von ihren Unregelmäßigkeiten leben – und auch die Ikea-Hausdesignerin Akanksha Deo hat einen Beitrag zur Kollektion geleistet.
Und das mit Objekten, die humorvoll sind und gleichzeitig auch auf die Einsamkeit vieler Menschen reagieren und den Raum mit dem Gefühl von Verbundenheit füllen möchten: mit einer Edelstahlschale, die nach innen eingedrückt wirkt, oder geometrischen Blöcken, die sich zu Figuren stapeln, samt einem verspiegelten Element in der Mitte, das den Betrachtenden zeigt. Für einen Energieschub hingegen soll ein fransiges blaues Textilobjekt sorgen, das man an die Wand hängen kann.
Die jüngsten Designer:innen der Kollektion, Ingrid Leander und Igor Holtermann, haben Grafiken und Muster entworfen, die von Zebrastreifen und Warnbannern inspiriert sind, wie man sie aus der Stadt kennt, aber vor lauter Gewohnheit nicht mehr wahrnimmt. Gleichzeitig wollen sie mit einem bodentiefen Spiegel mit Palmenmotiv eine kleine Flucht ermöglichen.
Erhältlich ist die limitierte Kollektion weltweit ab dem 1. September 2026 in Ikea-Filialen und auch online.
Die Preise werden zwischen 15 und 200 Euro liegen, was aber noch nicht veröffentlicht wurde: Wie stark die Kollektion limitiert ist.
Ist diese Auflage gemessen an dem Interesse klein, wird der »elitäre Kunsthandel«, von dem Ikea sich absetzen möchte, dann anschließend auf anderen Plattformen stattfinden. Ganz so, wie es für viele klassische Ikea-Möbel längst üblich ist.