2026 ist Frankfurt RheinMain das World Design Capital (WDC), mit einem umfassenden Programm – und mit einem Erscheinungsbild von Stan Hema, das nicht nur zum Mitmachen anregt, sondern auch davon erzählt, was Design kann.

Ein Jahr lang dreht sich in der Region Frankfurt RheinMain, dem World Design Capital (WDC), alles genau um das. Um Design in all seinen Facetten – und das mit Ausstellungen, Talks und Walks, mit Diskussionsrunden, Pop-Ups, Performances und Installationen, Workshops, Events und Partys.
Frankfurt RheinMain reiht sich dabei in eine Reihe von Metropolen ein, zu denen Taipei, Kapstadt oder Mexico City gehören, die von der World Design Organization (WDO) aus Montreal, mit dem Titel, der alle zwei Jahre vergeben wird, versehen wurden.
In Hessen hat man das internationale Design-Event mit dem Titel »Design for Democracy« überschrieben. Und einer der Höhepunkte wird direkt Mitte des Jahres, im Juni, sein: die Open – Design Week Frankfurt RheinMain, die sich ganz der Praxis der Gestaltung widmet. Und das in der gesamten Region, mit mehr als 100 Studios, Unternehmen, Hochschulen und Institutionen, die ihre Türen öffnen.

Zuversicht durch Gemeinsamkeit
Das alles ist mit einem Erscheinungsbild der Berliner Kreativagentur Stan Hema versehen, das so stylisch wie lebendig ist – und zum Mitmachen einlädt.
Ausgangspunkt dabei war die Frage, wie man Menschen in einer politisch eher ermüdeten und fragmentierten Gesellschaft wieder aktiviert, heißt es von Stan-Hema-Designer André van Rueth.
Auch deshalb setzen die Kreativen auf Emotionen, auf Zugehörigkeit und Handlungsmacht.
Die Kommunikation baut auf drei Leitgedanken auf, erklärt van Rueth: auf »Zuversicht durch Gemeinsamkeit, Selbstwirksamkeit durch gemeinsames Gestalten und die Vorstellung einer erlebbaren, lebenswerten Zukunft«.
Das Erscheinungsbild besticht durch seine Dynamik, durch seine positiven Vibes und leuchtenden Farben. Im Mittelpunkt steht ein sattes Rot, das, je nach Bedarf, mit anderen Farben kombiniert wird. Dazu gehören Hellblau, Gelb, Lila, ein Ockerton und auch in gedämpfter Form treten sie auf.

Alles in Bewegung
Gleichzeitig wird das Erscheinungsbild durch ein starkes typografisches System und durch klare Raster bestimmt.
Wie auf einer Spielfläche, die als zentrale Idee dahinter steht, haben die Kreativen die Gestaltung gedacht. Alles kann immer wieder neu kombiniert werden: Formen, Farben, Typografie. »Ähnlich wie die WDC FRM 26 selbst ein Prozess ist, der sich ständig weiterentwickelt«.
Gleichzeitig bleibt die Gestaltung dabei in Bewegung, ist überraschend und packt einen immer wieder mit neuen Kombinationen. Anstatt dass man sich innerhalb eines Jahres an die immer gleichen Visuals gewöhnt, lassen sie sich immer wieder neu entdecken.
Durchgängig ist, neben Farben und Raster, die Wortmarke in Form eines typografischen Blocks. Aber auch der ist flexibel einsetzbar.
Bestimmt wird die Typografie von der Schrift Folio, die mitunter durch weitere Schriften ergänzt wird.

Smartes und stylisches System
Das alles ist in Zusammenarbeit mit dem internen Designteam der WDC FRM 26 entstanden, zu dem Laura Hilbert, Jonas Deuter und Nicole Mindt gehören und mit dem sich die Kreativen von Stan Hema wöchentlich zum Jour Fixe treffen.
Das gesamte Erscheinungsbild wird durch ein Designsystem bestimmt, das auf einen Entwurf von WDC Sebior Art Director Jonas Deuter aufbaut, das für die Bewerbungsphase entwickelt wurde.
Es teilt sich in vier Anwendungsgebiete auf, die Frameworks genannt werden.
Dazu gehören a: übergreifende Kommunikation, Themenkampagnen, die mit einem offenen System und der Schrift Folio bestaltet werden; b: größere Projekten und Signature Events, die ebenfalls mit einem offenen System gestaltet werden und dazu mit frei wählbarer Typografie. Das Framework c: für partizipative bzw. assoziierte Projekte greift auf eine Trägerfläche samt Logo zurück und d: Sponsoring und Drittparteien, sind mit einem Logo als Absender versehen.
Statt eines dauerhaften Corporate Designs ist so ein System entstanden, das unterschiedlichste Anwendungen ermöglicht, das mitreißt und zum Mitmachen motiviert, kraftvoll und verblüffend ist – und das, so passend zu diesem Mega-Kreativevent zeigt, was Design kann.