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Das große Ganze

Die »Ortslinien«von Walter Kempowski enthalten unglaublich viele Daten in jeder Form. Diese Studierenden haben Konzepte entwickelt, sie sicht- und nutzbar zu machen.

Der interaktive Tisch von Chiara Kleinke fungiert gleichzeitig als Spielfeld. Durch Würfeln erkundet der User seinen indivi­du­ellen Weg durch die »Ortslinien«

Fotografien, Texte, Tondokumente, Filme und Gemälde aus einem Zeitraum von über 200 Jahren bündeln und jeden einzelnen Tag dokumentieren: Das Projekt »Ortslinien« des 2007 verstorbenen Schriftstellers Walter Kempowski erscheint so genial wie größenwahnsinnig – und wirft viele Fragen auf, am drängendsten wohl die nach dem Umgang mit Big Data und deren Aufbereitung.

Kempowski konnte das Werk vor seinem Tod nicht vollenden, ging jedoch davon aus, dass es von einem Team fortgesetzt wird. Sicherlich würde es ihn freuen, dass sich die University of Applied Sciences Europe in Hamburg dieser Aufgabe verschrieben hat.

Paolina Keller entwarf das Konzept für eine interaktive Wand, auf der Bilder, Texte, Audio- und Video­dateien in einem unsichtbaren Raster angeordnet sind und sich fließend bewegen. Um das Bild größer zu sehen, klicken Sie bitte hier.

In verschiedenen Kursen im Studiengang Kommunikationsdesign – unter anderem Informationsgestaltung, Editorial Design sowie Ideation & Pro­to­typing – beschäftigen sich die Studierenden seit dem Wintersemester 2016/17 mit den »Ortslinien«.

Dabei entstand eine Vielzahl an Konzepten für interaktive Wände, Websites und Apps, Games und Virtual-Reality-Anwendun­gen, aber auch klassisch analoge Ideen für Bücher und Magazine. Im April 2019 wird es anlässlich des 90. Geburtstages von Walter Kempowski eine Ausstellung mit den Arbeiten im Altonaer Theater in Hamburg geben. Eine kleine Auswahl stellen wir hier vor.

Paolina Keller entwarf das Konzept für eine interaktive Wand, auf der Bilder, Texte, Audio- und Video­dateien in einem unsichtbaren Raster angeordnet sind und sich fließend bewegen
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Würde man die »Ortslinien« als Magazinreihe realisieren, bräuchte man ziemlich viele Bände – wie das Konzept von Jana Rothe zeigt
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Würde man die »Ortslinien« als Magazinreihe realisieren, bräuchte man ziemlich viele Bände – wie das Konzept von Jana Rothe zeigt
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Jianhong Wan gestaltete eine Website im Flatdesign, auf der man die Ortslinien erkunden kann. Dabei legte er viel Wert auf Farbgebung und deren emotionale Wirkung
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Karoline Braun erdachte eine App mit Augmented- Reality-Funktion, die es ermöglicht, orts­bezogene Informa-­tionen aufzurufen – je nachdem, wo der User sich gerade befindet
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Der interaktive Tisch von Chiara Kleinke fungiert gleichzeitig als Spielfeld. Durch Würfeln erkundet der User seinen indivi­du­ellen Weg durch die »Ortslinien«
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Der interaktive Tisch von Chiara Kleinke fungiert gleichzeitig als Spielfeld. Durch Würfeln erkundet der User seinen indivi­du­ellen Weg durch die »Ortslinien«
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