Typografie auf Euromünzen

Die Schrift auf den neuen niederländischen Euromünzen, die auf volkskrant.nl zu sehen sind, kommt bei Typografen nicht gut an.



Die Schrift auf den neuen niederländischen Euromünzen, die auf volkskrant.nl zu sehen sind, kommt bei Typografen nicht gut an.

Große Diskussionen gibt es in Typografenkreisen gerade über die neuen niederländischen Euro-Münzen mit dem Konterfei des neuen Königs Willem-Alexander. An diesem ist ja nichts auszusetzen, an der verwendeten Schrift allerdings schon. Florian Hardwig postete auf Fonts In Use einen Beitrag dazu, in dem zum Beispiel Erik van Blokland den Münzen-Gestalter Erwin Olaf als  »a great photographer, but a lousy typographer« bezeichnet.

Erwin Olaf wählte die Schrift Days, einen kostenlosen Google Font, 2008 von Ivan Gladkikh und Alexandr Kalachëv gestaltet. Die meisten Typedesigner halten die Schrift für ungeeignet für diesen Zweck, außerdem, so Florian Hardwig, sei es doch sehr befremdlich, dass das niederländische Finanzministerium laut eigener Aussage keine passende Schrift aus dem eigenen Land gefunden hätte. Und das gerade in den Niederlanden!

Die Kommentare zu Florian Hardwigs Beitrag sind jedenfalls sehr interessant und amüsant. Erik Spiekermann beispielsweise schreibt: »What? They couldn’t afford €29 to buy a single weight of anything? This almost makes me want Defaultica back.«

Selbst im niederländischen Fernsehen kam ein Beitrag zum Thema, beim Blick in die Gesicher der befragten Passanten wird allerdings sehr deutlich, dass Typografie kein Massenthema ist. Den Ausspruch »Een Euro is een Euro« versteht auch, wer kein holländisch kann.




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