Typekit Marketplace: Neue Möglichkeit der Schriftlizenzierung

Der ursprüngliche Webfontdienst Typekit bietet seine Schriften jetzt auch zu Festpreisen an.



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2009 ging Typekit als reiner Webfont-Dienst an den Start. Das heißt Abonnenten zahlten monatlich oder jährlich einen bestimmten Betrag und erhielten Zugriff auf eine Schriftbibliothek, die sie in Webseiten einbinden konnten. Nach der Übernahme durch Adobe bekamen alle Creative Cloud-Abonnenten automatisch Zugang zum Portfolio-Plan von Adobe Typekit, der sonst etwa 50 Dollar im Jahr kostet. Dieser umfasst knapp 2500 Desktop- und rund 5000 Web-Fonts. Darunter Schriften vieler bekannter Foundries wie Emigre, FontFont, BuroDestruct oder HVD Fonts, aber kaum Klassiker. Da der Nutzer ja nur einen Pauschalpreis zahlt, erhält der Typedesigner oder die Foundry nur einen kleinen Teil des Erlöses, den sie bei einer Lizenzierung von Einzelfonts bekommen würde. Dementsprechend waren die Schrifthersteller nicht unbedingt scharf darauf, ihre gesamte Bibliothek über Typekit anzubieten. Das könnte sich mit dem Marketplace nun ändern. Ralf Herrmann schreibt dazu auf seiner Seite Typografie.info:

»Parallel zu den bisherigen Bibliotheks-Abos können Schriftanbieter ihre Schriften nun über den so genannten Marketplace auch zu einmalig zu zahlenden Festpreisen anbieten und umfangreiche Nutzungsmöglichkeiten sind bereits inbegriffen. Den Preis für die Lizenzierung bestimmt die Foundry, wobei es von Adobe vorgegebene Standardpreise gibt, von denen nicht abgewichen werden kann. Ebenso ausgeschlossen sind Rabatte jeder Art. Nach der Lizenzierung der Fonts erfolgt eine automatische Synchronisierung mit der Creative Cloud, sodass die Schriften sofort auf den Geräten des Benutzers zur Verfügung stehen.

Adobe steht mit seinen, den Markt dominierenden Design-Anwendungen buchstäblich zwischen Schriftanbietern und Schriftnutzern. An dieser Schnittstelle eine einfache Form der Schriftlizenzierung zu schaffen macht also durchaus Sinn. Und es entsteht mit dem Marketplace ein neuer Vertriebskanal für Fonts, der nicht von Monotype kontrolliert wird. Für viele Schriftanbieter sicher eine willkommene Entwicklung.«

 

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