Finnen schaffen die Schreibschrift ab

Auch in finnischen Schulen wird jetzt eine druckschriftähnliche Schrift gelehrt. Immerhin kommt sie von einem Profi: Von Jarno Lukkarila, Gründer der Foundry Typolar.



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Bislang lernten finnische Kinder im ersten Schuljahr Druckschrift zu schreiben, um dann im zweiten Jahr Schreibschrift zu lernen. Da dies zu einigen Konfusionen führte, gab das Finnish National Board of Education jetzt eine neue Empfehlung für den Handschrift Unterricht heraus: Schreiben soll jetzt auf Basis der Schrift Alku von Jarno Lukkarila gelernt werden. Der Typedesigner hat sich viel mit dem Thema beschäftigt und saß auch im Beratungskomittee.

Die Buchstaben der Alku sind nicht verbunden, haben aber handschriftliche Elemente, die das flüssige Schreiben verbessern sollen. Ähnlich also der Grundschrift die der deutsche Grundschulverband einführen möchte.

Auch für schulische Drucksachen soll die Alku zum Einsatz kommen. Dafür zeichnete Jarno Lukkarila sieben Schnitte von Light bis Bold. Die Buchstaben der Alku Familie unterstützen alle in Finnland gesprochenen Sprachen: Finnisch und Schwedisch ebenso wie die ursprünglichen Inari Sámi, Northern Sami and Skolt Sami sowie Finnisch Romani und Karelian.

Anschauen und testen kann man die Schrift hier – momentan leider nur auf finnisch.

Ich persönlich fände es nach wie vor gut, wenn Kinder in der Schule eine verbundene Schreibschrift lernen würden, immerhin aber gibt es in Finnland nun ein Konzept was mehr ist als hierzulande. In deutschen Grundschulen werden noch immer diverse unterschiedliche Schriften gelehrt und insgesamt scheint sich eine gewisse Resignation breit zu machen. Ich habe das Gefühl in deutschen Schulen herrscht die Einstellung: Sollen sie doch schreiben wie sie wollen, Hauptsache man kann es irgendwie lesen.

Ob das die Zukunft ist?

 

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