7 Tipps zur Risikominimierung im Umgang mit Schriften

Abläufe systematisieren, bei Freefonts genau hinschauen und was man sonst noch alles beachten sollte …



Schriften, Schriftlizenzen

Im Umgang mit Schriften gibt es einiges zu beachten, und wer ein paar Tipps beherzigt und Regeln befolgt, der schützt sich vor einer Menge Ärger, der unter Umständen auch richtig teuer werden kann. Das sind unsere sieben Tipps zur Risikominimierung:

1 Sich einen Überblick verschaffen
Welche Schriften sind eigentlich auf den Rechnern in meinem Büro installiert? Gibt es verschie­dene Versionen einer Schrift? Und wo kommen die eigentlich alle her?

2 Abläufe systematisieren
Schon bei wenigen Mitarbeitern kann es für eine Agentur oder ein Designstudio Sinn machen, dass ­lediglich eine Person für den Kauf, die Installation und Verwaltung der Schriften zustän­­dig ist. Dafür bieten sich Fontverwaltungstools wie Apples Schriftsammlung, Suitcase Fusion von Extensis oder Monotypes FontExplorer X Pro an. Für große Agenturen und Unternehmen gibt es Serverlösungen wie Extensis’ Universal Type Server, die auch Schriftlizenzen verwalten.

3 Bei Freefonts genau hinschauen
Vorsicht: Freefonts sind nicht immer frei, es kommt häufig vor, dass ihr Einsatz lediglich in privaten Anwendungen, nicht aber in kommer­ziellen Projekten kostenfrei ist.

Vorsicht: Freefonts sind nicht immer frei!

4 Lizenziert heißt nicht gekauft
Man muss sich immer wieder klarmachen, dass man eine Schrift nicht als Eigentum erwirbt, sondern lediglich eine Lizenz zu ihrer Nutzung kauft. Und damit die Verpflichtung eingeht, sich an die EULA zu halten.

5 Anwender zählen
Überlegen Sie vor dem Kauf, auf wie vielen Rechnern die Schrift installiert sein muss beziehungsweise – bei Web-Fonts – wie viele Page Views zu erwarten sind, und kaufen Sie eine entsprechende Lizenz. Stellt sich im Verlauf des Projekts heraus, dass diese nicht ausreicht, müssen sie Lizenzen nachkaufen. Die Foun­dries wissen das sehr zu schätzen – so legen Sie den Grundstein für eine gute Zusammenarbeit.

6 Mit den Type Foundries reden
Es spricht nichts dagegen, auf den großen Portalen online Schriften zu kaufen. Will man eine Type aber dauerhaft nutzen, kann es sinnvoll sein, im Gespräch mit der Foundry die genauen Lizenzbedingungen zu klären und gegebenenfalls auf den eigenen Bedarf zuschneiden zu lassen.

7 EULAs lesen
So schlimm ist es gar nicht. Auch wenn jede Foundry ihre eigenen End User Licence Agreements hat, ähneln sie sich doch. Wer ein paar gelesen hat, weiß schnell, worauf er achten muss.


Mehr zum Thema »Schriften sicher nutzen« lesen Sie in PAGE 04.2017:

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