Schrift des Monats: Malaussène

Äußerst französisch ist die im Gestalten Verlag erschienene Schriftfamilie Malaussène der jungen Designerin Laure Afchain



Als Fan des französischen Schriftstellers Daniel Pennac und seinen aberwitzigen Geschichten um den professionellen Sündenbock Benjamin Malaussène freue ich mich riesig, dass es jetzt ein passende Schrift gibt: die erst 25 Jahre alte Laure Afchain veröffentlichte beim Verlag Die Gestalten in Berlin ihren Font Malussène.

Die Schriftfamilie ist quasi eine Illustration der Kontrast-Theorie des großen niederländischen Typedesigners Gerrit Noordzij und basiert auf einem Grundgerüst, von dem die Typedesignerin ziemlich viele verschiedene Formen abgeleitet hat, die alle verschiedene Schreibwerkzeuge simulieren. Stark beeinflusst hat sie dabei auch Erik van Blooklands Tool Type Cooker (http://typecooker.com). So umfasst die Familie sowohl klassizistische als auch humanistisch geprägte Schnitte, Sans- und Displayversionen.

 

 

 

 

 

 

 

Die Malaussène-Familie teilt sich in drei Gruppen – Translation, Expansion und Sans, die sich gut kombinieren lassen, da ihnen die gleichen Proportionen zugrundeliegen. Erschienen ist jetzt Malaussène-Translation in den vier Schnitten Roman, Italic, Bold und Display, die anderen Pakete sollen im Laufe des Jahres folgen. Ein Einzelschnitt kostet 50 Euro, die vier Fonts zusammen 160 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

Laure Afchain kommt aus Toulouse und studierte auch dort, an der Fine Arts School of Toulouse. Inzwischen arbeitet sie als freie Grafikdesignerin in Paris. Dort entstand auch die Malaussène – ihre erste Schriftfamilie – die erklärt, was es heißt französisch zu sein: ein bisschen klassisch, ein bisschen frech und äußerst kultiviert.

Lieber Daniel Pennac: Es ist höchste Zeit für ein neues Benjamin Malaussène-Buch, gesetzt natürlich in Laure Afchains Malaussènne.

 

http://fonts.gestalten.com/malaussene-translation.html

 

 

 

 


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