Neville Brody gestaltet Hausschrift für Coca Cola

Nokia, IBM und viele andere große Unternehmen haben längst eine. Jetzt gönnt sich auch Coca Cola einen Corporate Font.



Entwickelt hat die Serifenlose namens TCCC Unity Neville Brodys Agentur Brody Associates in Zusammenarbeit mit dem Coca Cola Designchef James Sommerville. Entstanden ist eine geometrische Serifenlose mit humanistischen Zügen, Inspiration fanden die Typedesigner im Coca Cola Archiv.

Ziel war es, eine moderne Schrift zu gestalten, die zugleich auf die lange Tradition des Getränkeherstellers Bezug nimmt. Die geschwungene Endung beim kleinen l etwa ist eine Re­mi­nis­zenz an den Scriptfont des Coca Cola Logos. Das schräg abgeschnittene Ende des t erinnert an den Bindestrich im Logo.

Vor allem aber ist TCCC Unity eine moderne Schriftfamilie in den Schnitten Light, Regular, Medium, Bold und Black. Zudem gibt es die Fonts Condensed Medium und Condensed Bold. Eine gute Entscheidung, denn die Schrift läuft ziemlich breit. Die große x-Höhe sorgt für gute Lesbarkeit, egal ob in Print oder auf dem Screen.

Trotz der Anspielungen auf das Logo finde ich TCCC Unity für einen Corporate Font aber etwas zu glatt. Eine schöne, professionell gemachte, zeitgemäße Type, keine Frage. Aber sie würde genauso für diverse andere Unternehmen aus allen möglichen Branchen passen.

In der eigens entwickelten iOS App zur Schrift – im Appstore unter TCCC Unity zu finden – gibt es Informationen zur Gestaltung der Type und viele Bilder aus dem Coca Cola Archiv, vor allem aber Statements von Neville Brody, James Sommerville und drei anderen Beteiligten zum Anhören. Neville Brody sagt dort: »The challenge was to find something classical that doesn’t stand out too much, mixing it with something that does, expressing the people who own and communicate with it.«

Diesen besonderen Teil hätten die Kreativen stärker betonen können. Zum Beispiel mit einem speziellen Headlinefont, der dann etwas extravaganter auftreten darf. Wie im Redesign für Channel 4, wo Brody Associates genau dies getan hat.

Ohne diese kleinen Extras bleibt die TCCC Unity für meinen Geschmack für einen Corporate Font etwas zu beliebig.

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Die geschwungene Endung beim kleinen l etwa ist eine Reminiszenz an den Scriptfont des Coca Cola Logos. Das schräg abgeschnittene Ende des t erinnert an den Bindestrich im Logo.

 

 


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