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Licht und Bewegung: Pentagram für die Moholy-Nagy Foundation

Mit Handarbeit, Tricks und Kunstsinn verwandelt Pentagram die Ideen des Künstlers, Grafikdesigners und Bauhaus-Meisters László Moholy-Nagy in das umwerfende Erscheinungsbild der Foundation, die sein Werk bewahrt.

László Moholy-Nagy (1895-1946) war ein Meister des Lichts, ganz so wie seine berühmten Fotogramme und Fotoplastiken es zeigen, in denen er es kunstvoll bricht, mit ihm malt, es simmern lässt und reflektieren.

Der gebürtige Ungar war Grafiker, Künstler, Typograf und Filmemacher, floh vor den Nazis in die USA und gründete in Chicago das »New Bauhaus«. Sein breit gestreutes Werk machte ihn zu dem ersten Multi-Media-Künstler überhaupt und zu dem wichtigsten Lehrer am Bauhaus.

Typografische Identity

Die Moholy-Nagy Foundation, die von seiner Tochter Hattula betreut wird und sein Werk bewahrt, hat die Kreativagentur Pentagram mit einem Erscheinungsbild beauftragt.

Und Pentagram-Partnerin, Grafikdesignerin und Filmemacherin Marina Willer und ihr Team haben für die Stiftung ein großartiges typografisches Corporate Design entwickelt, das Moholy-Nagys experimentelle Arbeit spiegelt.

Typografische Formen, die durch eine Serie von Projektionen mit Licht und Flüssigkeit entstanden, stehen im Mittelpunkt der neuen, vibrierenden Identity.

Trickreiche Handarbeit

Mit einem Krug Wasser, Folien mit Schrift und leidenschaftlicher Handarbeit hat Pentagram den Neo-Grotesk Font Riposte der Good Type Foundry in ein hypnotisches und aufregendes Erscheinungsbild verwandelt.

Darüber hinaus lehnt dieses sich an die Farbpalette Moholy-Nagys an und zitiert in Schwarz, Weiß und Sand die Bedeutung des Lichts in dessen Werk.

Das fluide Erscheinungsbild spiegelt jedoch nicht nur Moholy-Nagys Ideen, sondern auch auch die Lebendigkeit seines Werks und die Vitalität mit der die Foundation es mit Programmen, im Archiv, mit Partnerschaften, Ausstellungen und Ereignissen bewahrt.

 

 

 

 

 

Produkt: PAGE Digital 8.2018
PAGE Digital 8.2018
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Kommentar zu diesem Artikel

  1. man ray-duchamps-nagy…….Begrenzung und Abstraktion…..richtig cool…eigentlich braucht der Mensch nicht mehr als 100 Jahre, oder….?

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