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Helvetica goes NFT mit Monotype und KnownUnknown

Paula Scher, Lance Wyman und Kiel D. Mutschelknaus gehören zu den 26 Kreativen, die für Monotype die digitale Sammlung »Helvetica The NFT« starten – mit vielseitigen Arbeiten und reichlich Aufsehen in New York City.

Sie kommen aus dem Grafikdesign, Branding, Fashion oder Fotografie und haben mit der Helvetica Now Variable, der digitalen und höchstentwickelten Version der 65 Jahre alten Schrift, eine Sammlung an NFTs geschaffen.

Diese bilden den Startpunkt eines Projekts von Monotype und der Plattform KownUnknown, die mit Helvetica The NFT den Schriftklassiker ins Web3 bringen.

»Wir arbeiten mit unseren Schriften schon seit einigen Jahren in Mixed Reality Umgebungen. Aber nachdem das Web3 so an Fahrt aufgenommen hat, haben wir die Gelegenheit ergriffen, etwas Einzigartiges zu schaffen, um die Rolle der Schrift für unsere Kultur zu feiern«, sagt Bill Connolly, Senior Director of Partnerships & Community bei Monotype über Helvetica the NFT. »Wir stellen das Projekt über einen neuen Marktplatz zur Verfügung, wobei die Besitzer der Kunstwerke nicht nur Zugang zu den Schöpferinnen und Schöpfern erhalten, sondern auch zu einer wachsenden Design- und Künstler-Community im KnownUnknown-Netzwerk.«

I hate NFTs!

Gleichzeitig möchte das Projekt auch Brücken zwischen den Generationen schlagen, heißt es. Mit dabei ist die legendäre und heute 86-jährige Margaret Calver, die einst die Schrift der britischen Straßenschilder entwarf. Paula Scher (73) von Pentagram, schuf gleich drei Arbeiten, dazu hat die 28-jährige Elektronenmikroskopikerin und Sneaker-Designerin Vicky Vuong mit der Helvetica dynamische Muster für drei Sneaker-Varianten entworfen.

Natürlich können sich Kreative aller Altersklassen auch mit analogen Arbeiten gemeinsam präsentieren. Beispiele gibt es genug. Und dass es zu NFTs auch durchaus geteilte Meinungen gibt, denkt das Projekt gleich mit.

Augenzwinkernd und in knallrot erschien am New Yorker Times Square, wo Helvetica The NFT im Rahmen der NFT.NYC-Konferenz die riesigen digitalen Billboards mit ihren Kunstwerken übernahmen und zwischendurch immer auch der Spruch »I hate NFTs!« aufflackerte.

Neue Möglichkeiten für Designer:innen

»Es gibt eine Menge Skepsis gegenüber NFTs, besonders in der aktuellen Rezession. Für die Designer und Kreativen ist es unser Ziel, die Kunst selbst sowie die Schöpferinnen und Schöpfer in den Mittelpunkt zu stellen«, sagt Bill Connolly von Monotype. »Wir wollen tolle Arbeiten schaffen, die Rolle von Design, Branding und Schrift ins Gespräch bringen und die Geschichten der Künstlerinnen und Künstler erzählen.«

»Außerdem wollen wir Kreativprofis einen Weg zeigen, wie sie vom NFT-Hype profitieren und mit solchen Projekten Geld verdienen können. NFTs sind nichts anderes als ein neues Modell für gemeinsames Eigentum. Anstatt einen Künstler zu bewundern, kann jetzt jeder investieren und einen Teil seiner Arbeit besitzen.«

Charles Nix, Creative Type Director bei Monotype und auch mit einer Arbeit an dem Projekt beteiligt, sieht zudem, dass »sich viele Kreative schon länger mit Schrift in Virtual-Reality-Umgebungen und Text im Metaverse beschäftigen. Sie tüfteln daran, die dritte Dimension sinnvoll zu nutzen und von der Fläche in den Raum zu gestalten. Dabei wägen sie barrierefreie Typografie gegen das Lesen aus verschiedenen Blickwinkeln ab, ohne das authentische Markenerlebnis zu beeinträchtigen oder die Lesbarkeit zu stören.«

Blick in die NFT Zukunft

Mögliche Produkte der Font-Industrie auf dem Markt der NFTs können digitale Schriftmusterplakate sein, animierte Typografie, Zeichnungen aus der Entwurfsphase, der frühzeitige Zugang zu Test-Fonts oder dem finalen Produkt – und vieles mehr.

Die Vor-Premiere der Kollektion Helvetica The NFT fand mit einer Ausstellung in der iR Gallery Soho in New York City statt.

Interessierte können die NFTs ab sofort für 100, 250 oder 500 Dollar hier erwerben. Der Preis ist nach der Auflage gestaffelt und gehandelt werden die Arbeiten auf der Avalanche-Blockchain, deren Verifizierungstechnologie als die zur Zeit umweltfreundlichste gilt.

Helvetica the NFT von Ryan McDonagh
Helvetica the NFT von Paula Scher
Helvetica the NFT von Ben Jones

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Typische Fallbeispiele aus der Arbeit mit Cascading Style Sheets

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