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Website-Baukasten: Aus ready-made wird customized

Ob WordPress, Webflow, Shopify oder Portfolio-Builder: WIr zeigen, wie man auch mit einfachen Standardtools sehr effizient zu individuellen Brand Experiences kommt

Portfolio-Builder: Die Website von Designer Georg Randel sieht aus wie selbst programmiert, basiert aber auf dem Tool Semplice.

Ob Shopify, Webflow oder WordPress: Wer denkt, dass man mit Website-Baukastensystemen nur Designs von der Stange bekommt, täuscht sich. So verschieden die Website-Builder im Einzelnen auch sein mögen – inzwischen bieten sie immer mehr Freiheit für Gestalter, und das bei zugleich besser ausgebau­ten, solideren Systemen und innovativen Funktio­nen.

Wer für seinen oder ihren Kunden kurzfristig einen Blog, einen D2C-Onlineshop oder eine Brand-Website (oder alles auf einmal) braucht und sich dabei weder um Hosting-Infrastrukturen, komplexe Ge­winn­spiel­mechaniken, Geo-/Device-Tracking, Bu­si­nessau­tomatisierung et cetera sorgen möchte noch spezifi­sche UI/UX-Anforderungen (zum Beispiel an DSGVO-Konformität, besondere Interaktionen oder Nut­zergruppen) realisieren muss, kann auf Web­de­signtools zurückgreifen und mit ihnen durchaus beeindruckende Ergebnisse erzielen.

Die Vorteile der Lösungen reichen von der schnellen, kostensparenden Entwicklung über die leicht zu bedienenden Interfaces, mit denen Kunden nach der Übergabe supportfrei klarkommen und ihr Content-Management-System selbst pflegen können, bis zu besserer Skalierbarkeit und immer umfangreicherer Funktionalität der Plattformen selbst – WordPress etwa führte Ende 2021 im Rahmen des Gutenberg-Projekts den neuen Block-Editor für die modulare Be­arbeitung kompletter Websites ein, Webflow integriert eine neue datenbasierte Businesslogik in sein visuelles Designtool, und Shopifys Headless-E-Com­merce-Framework Hydrogen weckt neue Hoffnun­gen bei Webentwicklern.

Anwender:innen können in den integrierten Editoren nach Belieben Interface-Elemen­te und Interaktionen hinzufügen, positionieren und per Knopfdruck layoutübergreifend verändern – alles voll­kom­­men visuell –, während das System im Hintergrund automatisch den nötigen SEO-, browser- und de­vice­­­optimierten Code generiert und das eigene CMS, die zugehörige Content-Delivery-Applikation, umfang­reiche Schnittstellen sowie die Domain und den erforderlichen Webspace gleich mitliefert. Kein Wunder also, dass renommierte Agenturen, Studios und Freelancer längst nicht nur für Kundenprojekte, sondern auch für ihre eigenen Portfolios und zur Distribution ihrer individuell gestalteten Templates auf Readymade-Lösungen zurückgreifen.

Wohlgemerkt gilt dies nicht für komplexe Kundenanforderungen oder wenn in puncto Entwicklung volle Freiheit gewünscht ist. Für spezifische Funktionalitäten, Barrierefreiheit oder Datenschutz sind PHP- und JavaScript-Frameworks wie Vue oder React natürlich nicht wegzudenken. Diese kundenspezifi­schen Applikationen erfordern aber typischerweise längere, iterative Entwicklungsphasen mit User­tests und teils intensiver Betreuung nach dem Launch. Bei kurzen Deadlines, niedrigen Budgets (im vierstelligen Bereich wie zum Beispiel bei Start-ups), schnelllebi­gen Kampagnen oder Pop-up-Aktionen bieten sich »Fertiglösungen« jedoch einfach an.

Die diversen Website-Builder inklusive Webspace und Do­main kann man teilweise kostenlos oder zu monatlichen Kleinstbeträgen testen. PAGE hat drei Tools genauer unter die Lupe genommen und kreative Entwickler gefragt, wie man sie für eigene Zwecke bestmöglich ausschöpft. Außerdem haben uns Kreative anhand ihrer Portfolios gezeigt, wie sie mit Website-Buildern arbeiten. All das lesen Sie in unserer aktuellen Ausgabe, die Sie hier herunterladen oder bequem nach Hause bestellen können:
PAGE 10.2022

Website-Builder: Aus ready-made wird customized ++ Futures Design: Praxis & Cases ++ ENGLISH SPECIAL J.S. Weis ++ Boom: Design für Reinigungsmittel ++ Kartendesign: Dos and Don’ts ++ Plakate per Buchdruck: Dafi Kühne ++ Neue DIN mit Variable-First-Ansatz ++ Förderungen für Kreative ++ EXTRA: Top 20 CD/CI-Agenturen

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