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Über die psychologische Last technologischer Abkapselung

HAICA X PAGE Publikumspreis: »Post-Physical Drift« von Estelle Cortet in der Kategorie »Experimental«. Die PAGE-Community kann bis zum 10. November 2026 abstimmen!

Düstere, dystopische Szene mit mehreren Menschen, die futuristische, aus technischen Geräten zusammengesetzte Kopfkonstruktionen tragen. Ihre Gesichter wirken ausdruckslos, der Hintergrund ist schwarz. Pixelartige weiße Schrift zeigt „PLAY“ und „EARTH JUNE 2046“ und erinnert an eine alte Videoaufnahme.Bild: HAICA

Der HAICA X PAGE Publikumspreis ist eine Auszeichnung im Rahmen des Hamburg AI Creators Award (HAICA), einem Wettbewerb für kreative Projekte, die mit künstlicher Intelligenz umgesetzt wurden. Das Motto: »Behind the Machines. The Human Layer of AI.« Der Award zeigt, wie KI neue kreative Horizonte eröffnet – und wie menschliche Haltung, Intuition und Haltung den Unterschied machen.

Jetzt ist die PAGE-Community an der Reihe: Stimmt jetzt bis zum 10. November 2026 ab. Das Projekt mit den meisten Stimmen wird im Rahmen der offiziellen Awardshow in Hamburg am 11. November 2026 prämiert.

Was zeigt »Post-Physical Drift«?

Im Jahr 2046 hat sich das Kollektiv der Menschheit in digitale Fragmente aufgelöst. Post-Physical Drift erforscht das »Uncanny Valley« moderner und zukünftiger Existenz durch eine eindringliche, surreale Bildsprache. Die Performer:innen treiben in geometrischen Kapseln und transparenten Helmkonstruktionen durch eine dunstige, schwarze Unendlichkeit – isoliert von ihrer Umwelt und fixiert auf synthetische Feeds.
Das Werk reflektiert die schleichende Entfremdung von der eigenen Physis und hinterfragt die Versprechen digitaler Unsterblichkeit. Das Zusammentreffen von klaustrophobischer Enge (die Helm-Kapseln, der schwebende Glaskasten) und grenzenloser Leere erzeugt eine düstere, melancholische Atmosphäre. Ein visueller und auditiver Essay über die psychologische Last technologischer Abkapselung, verortet in der Ungewissheit eines post-physischen Zeitalters.

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About

Telle @Kalkattak: Telles künstlerischer Weg führt vom analogen Video über MiniDV und digitale Bildproduktion bis hin zur generativen KI, deren unberechenbare Bildwelten heute einen zentralen Teil ihrer Arbeit bilden. Sie versteht Technologie nicht nur als Werkzeug, sondern als Partnerin und erforscht die Glitches, Verzerrungen und Biases, die entstehen, wenn Maschinenlogik auf menschliche Irrationalität trifft. Als langjähriges Mitglied der Kölner Künstler:innengruppe Kalkattak hat sie sich zuletzt intensiv der generativen Videokunst zugewandt, aus der international gezeigte Kurzfilme und immersive Installationen hervorgegangen sind. Ihre Arbeiten verbinden technische Präzision mit absurdem Experimentieren und lassen digitale Systeme immer wieder in unerwartete, surreale Bildwelten kippen. Dabei entsteht »Unsinn mit Absicht«: eine Art Retro-Übertragung aus einer Welt, die fremdartig und zugleich unangenehm vertraut erscheint.

Die acht nominierten Projekte

für den HAICA X PAGE-Publikumspreis:

 

»Turn of time« von Manuela Palencia Promptr GmbH in der Kategorie »Commercial«

»Keep It Rolling« von Axel Schilling in der Kategorie »Experimental«

»Change« von Caroline Kiessling in der Kategorie »Experimental«

»SUMMERIZED – feat. Luka the Croatian Island boy« von Melita Radočaj in der Kategorie »Kurzfilm«

»SPLAT« von Andrew Shaw in der Kategorie »Kurzfilm«

»New World Boredom« von Melanie Petschke in der Kategorie »Serie«

»The Long Shoulder« von Hans-Joachim Hild in der Kategorie »Einzelbild«

»Post-Physical Drift« von Estelle Cortet in der Kategorie »Experimental«

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