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Produktive Störung: Das Witten Lab Magazin

Das Stuttgarter Designstudio thekitchen gestaltete für die Universität Witten/Herdecke ein beeindruckend experimentelles Magazin.

Witten Lab Magazin Cover

Das Witten Lab Magazin macht es dem Leser nicht gerade leicht – und genau das ist Teil des Konzepts. Das Heft, das aus dem interdisziplinären Witten Lab, einem Zukunftslabor für Bildung, Kultur und Künste der Universität Witten/Herdecke, entstanden ist, versteht sich »Workbook« im wahrsten Sinne: Der Leser muss sich den Inhalt erarbeiten.

Das Magazin steht unter der redaktionellen Leitung von Kommunikationsberater und Journalist Johannes Wiek, selbst Absolvent der UW/H, sowie Sebastian Benkhofer, Direktor des Witten Lab. Für die Gestaltung heuerte die Hochschule das Stuttgarter Designstudio thekitchen an.

Offenes Briefing

Das Briefing war dabei denkbar offen und folgte den gleichen Richtlinien, die auch für Studierende im Witten Lab gelten:

»Wir schaffen einen Experimentierraum, in dem wir etwas ganz neues, anderes entstehen lassen wollen, als wir es vorher selbst erwarten. In dem extreme Freiräume herrschen und in dem wir unsere Spielregeln und unseren Weg selber finden müssen. Einzig unter der Maßgabe, dass es im Ergebnis qualitativ den höchsten Ansprüchen genügen soll – wenn auch auf eine Weise, die genau diese Ansprüche dabei möglichst weitgehend irritiert und infrage stellt.«

Auf der Basis dieses offenen Briefings entstand ein modernes, experimentelles Magazin, das weder inhaltlich noch visuell einer strikten Ordnung folgt und den Leser quasi zum Teilnehmer eines transdisziplinären Laborprozesses macht. Das Thema der ersten Ausgabe: »Neu Lernen«.

Wissenschaftliche Texte und Anregungsarenen

Jedes Thema wird individuell betrachtet, grob werden drei unterschiedliche Formate unterschieden:

  • Längere Texte stehen auf gelben Seiten und muten wissenschaftlich an.
  • Dokumentarische Texte sind eher lifestylig aufbereitet.
  • Experimentelle Seiten – »Anregungsarenen« genannt – stehen auf kürzeren Seiten und regen den Leser zum aktiven Handeln an. Sie werden der im Briefing geforderten »Produktiven Störung« gerecht.

Eine zweite Ausgabe ist bereits in Planung. Als visuelle Konstanten wird es allerdings nur das Format (Din A4) und das große »W« auf dem Cover beibehalten.

Wir würden sagen: Das Experiment ist gelungen!

  

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